Studie zu den katastrophalen Konsequenzen einer Bebauung des Mylaeus Geländes. Eine Studie von Helmut Teichert, Dipl.-Ing. und Architekt

      Studie zu den katastrophalen Konsequenzen einer Bebauung des Mylaeus Geländes. Eine Studie von Helmut Teichert, Dipl.-Ing. und Architekt

      Liebe Plettenberger,

      ich habe eine Studie über die grossen Bruttogebäudeflächen der überregionalen Filialisten in Plettenberg erstellt. Dabei habe ich festgestellt, dass es in Plettenberg ca.
      27.525 qm Bruttogebäudefläche der überregionalen Filialisten auf ca.
      71.000 qm Grundstücksfläche gibt.
      38.700 qm ca. beträgt die Fläche der gesamten Alt-Stadt.

      Mit anderen Worten bereits ohne das sogenannte My-Center liegen die grossen Bruttoverkaufsgebäudeflächen der überegionalen Filialisten mit 11.175 qm nur 29 % niedriger als die gesamte Fläche der Altstadt!

      Die Flächen sind im Einzelnen (ca. Angaben):
      1.000 qm Aldi Ohle
      1.000 qm Netto Markt
      9.935 qm Graeka Gelände auf der Bredde (Lidl 1.375, Fressnapf 560, Kaufpark 2.700, OBI 5.300)
      4.580 qm Real Markt am Maiplatz
      1.150 qm Aldi
      2.600 qm Getränkemarkt
      1.900 qm Lidl
      5.360 qm Kaufpark
      ∑ 27.525 qm grosse Verkaufsflächen

      Nimmt man jetzt das sogenannte My-Center mit
      7.400 qm Bruttogebäudefläche hinzu, ergibt sich eine Summe von
      35.925 qm Bruttogebäudefläche

      Mit anderen Worten die gesamte Bruttogebäudefläche des großflächigen Einzelhandels (der überegionalen Filialisten) in Plettenberg kommt bis auf 10 % an die gesamte Fläche der Altstadt heran.
      Deshalb braucht Plettenberg keine weitere Verkaufsflächen (für überregionale Filialisten), da es heute schon ohne das My-Center zu viel ist.
      Das bedeutet weiter die Stadt Plettenberg hat aktiv, willentlich und bewusst eine Stadtentwicklungsplanung vorgenommen, die zuerst den grössten Teil des tradionellen Einzelhandels in der Altstadt zerlegt hat und anschließend durch die Entwicklung des Graeka Geländes auf der Bredde den traditionellen Einzelhandel im Ortsteil Eiringhausen zerlegt hat.
      Jetzt will der Stadtrat zur Behebung seiner selbsterzeugten und geplanten Zerstörungswut das My-Center bauen lassen. Das bedeutet, die aktiv zerstörerische Ansiedlungspolitik gegenüber dem angestammten Einzelhandel soll nun verschärft fortgeführt werden bis nichts mehr übrig bleibt und die Alt-Stadt völlig tot ist. Das wird dann aber wieder als „Argument“ für die Ansiedlung des My-Centers genommen. Gleichwohl soll dafür noch dem angestammten Einzelhandel die Schuld in die Schuhe geschoben werden, wie es den Presseverlautbarungen der Plettenberger Politik zu entnehmen ist. Mit anderen Worten, die Stadt schafft erst die Bedingungen für die Abschaffung des grössten Teils des traditionellen Einzelhandels und beschuldigt anschließend diesen Einzelhandel selber Schuld zu sein. Im Gegenzug will sich die Stadt dann aber auch noch wegen dieser Stadtentwicklungsplanung als Retter der Einzelhandelsstruktur und Interessenvertreter der Bürger aufspielen. Das Alles ist kaum noch zu überbieten.
      Die Studie habe ich schon vor einigen Wochen allen Stadtratsmitglieder zur Verfügung gestellt, wie immer gab es keine Reaktion, deshalb habe ich mich entschlossen hier die Öffentlichkeit zu suchen.
      Wer das alles nicht glauben kann und will, möge sich durch die angehängten Flächenpläne überzeugen.

      Helmut Teichert, Dipl.-Ing. Architekt
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