Plettenberg begibt sich in die Abhängigkeit fremder Investoren, von F.-W. Schulte am 7.1.2013

      Der Sonnenkönig von Plettenberg (oder die Royals vom Wieden) Kommentar zur Antwort von Bm. Klaus Müller im ST vom 10.1. 2013 an F.-W. Schulte

      Der Sonnenkönig von Plettenberg (oder die Royals vom Wieden)

      ist/sind ab sofort Bürgernmeister Müller und sein Hofrat. Warum? Weil er mit seinem sonnigen Gemüt in der Antwort an F.-W. Müller schon wieder seine Märchen vom Stapel lässt. Ebenso huldvoll, wie auch wieder pomadig lobt Klaus Müller F.-W. Schulte, die richtige Frage(n) gestellt zu haben und versucht damit, seine Kritiker rechts (oder doch noch links?) zu überholen.

      Analyse des Beziehungsangebots von Klaus Müller an F.-W. Schulte (und die Bürger)
      Zunächst, bevor ich gleich die schrägen Inhalte von Klaus Müller auseinander nehme, schaue ich zuerst mal wieder auf das Beziehungsangebot von Klaus Müller und analysiere, was daran so pomadig ist:
      Auf Deutsch ist eine Pomade eine Schmiere, die zum Einsalben bei Ausschlag oder eitrigen Wunden gebraucht wird. M.a.W. Klaus Müller versucht hier, die von ihm selbst zugefügte Wunde im Fleische Plettenbergs, nämlich das My-Center, mit einer kommunikativen Salbe aus Metaphern einzuschmieren, zuzukleistern und er versucht, damit mal wieder die Bürger einzuseifen.
      Das macht er durch seinen Saltomortale mit der (salbungsvollen) Metapher (Sprachbild) vom „König der Stadt“. Zu diesem Blödsinn gibt es nur noch eine Steigerung, nämlich Jürgen Drews als König von Mallorca. Drews kommt aber aus dem Schlager- und Showgeschäft und da geht es ja mehr um Unterhaltung, als um politische Entscheidungen. BM Klaus Müller will mit Hilfe dieser Metapher den Plettenberegrn sein neuestes Märchen verkaufen, dass nicht er, sondern eigentlich die Bürger die Könige der Stadt sind, oder beide er und sie jeder etwa zur Hälfte (48,6 : 51,4), wenn die richtigen Fragen gestellt werden. Was richtige Fragen sind, entscheidet natürlich immer noch Klaus Müller und Rat selber und nicht F.-W. Schulte. Herr Schulte darf fragen, aber Müller entscheidet, ob richtig gefragt wurde. Spinnt der Mann? Also, damit meine ich natürlich nicht F.-W. Schulte.
      Übrigens, wenn vom König der Stadt die Rede ist, muss es sich um ein Märchen handeln, denn der letzte deutsche Monarch wurde 1918 gestürzt und aus dem Land gejagt; nachdem Deutschland den ersten von ihm mitangezettelten Weltkrieg verloren hatte. Wilhelm II. ging nach Holland ins Exil, das wäre für Klaus Müller auch mal eine Reise wert. In Frankreich wurde dem letzten Bourbonenkönig schon am 21. Januar 1793 der Kopf vom Leibe getrennt. Auch eine interessante Intervention, um die Parasiten des Volkes loszuwerden, übrigens auf ganz knappen Beschluss des damaligen Konvents (360:361).
      Mit seiner Metaphernwahl vom „König der Stadt“ gibt Klaus Müller zu erkennen, aus welcher Geschichtsepoche seine Geisteswelt und seine chronischen falschen Beziehungsangebote an die Bürger(schaft) stammen und dass er knapp hundert Jahre hinter der Geschichte herhinkt. Es sei ihm als mildernder Umstand zu Gute gehalten, dass er so in seiner antiquierten Metaphern- und Geisteswelt gefangen ist, dass er überhaupt keine Wahl hat, zu anderen Sprachbildern zu kommen, er kann es nicht anders oder moderner. Denn Metaphern werden primärprozesshaft (ohne Kontrolle) aus der Tiefe des eigenen Inneren geschöpft und so iss es halt in diesem Falle.
      Den aufgeklärten und emazipierten Bürgern geht es nicht darum, ob sie auch ein bisschen König von Plettenberg sind oder ob die Royals vom Wieden entscheiden, wer die richtigen Fragen stellt, und es geht hier auch nicht um die Sagenwelt des Hönnetals, sondern um eine interessen- und machtpolitische Auseinanderetzung in einem demokratischen Staatsgefüge, deshalb muss (metaphorisch gesprochen) die Königsmetapher geköpft werden, weil sie veralteter Stuss ist. In der modernen Politikwissenschaft und Metaphorik redet kein Schwanz mehr vom König. es gibt den „König Kunde“, aber der hat ja erst demnächst sein Traumreich im vom Stadtrat beschlossenen My-Center. Wer hingegen auch noch vom Köfferchen mit Geld spricht, denkt eher an Gertrud Höhlers neues Buch mit dem Titel: „Die Patin. Wie Angela Merkel Deutschland umbaut“, aber das ist vernichtende Analyse der Chefin von der CDU.

      Inhalte der Antwort von Klaus Müller an F.-W. Schulte und die Bürger
      Ich hatte ja schon angekündigt, dass es Hofberichterstattung von mir nicht wirklich geben wird. Nun kommen wir zu den Inhalten von Bürgermeister Müllers Antwort. Nach seinem Ausflug in die königsgeschwängerte Märchenwelt wird Klaus Müller jetzt aber plötzlich ganz modern und steht auf dem Boden der gesetzlichen Gegebenheiten der demokratischen Verfassung, da lässt er Begriffe wie Transparenz, Überparteilichkeit usw. fallen und stimmt F.-W. Schulte in allen Fragen zu. Wunderbar könnte man denken endlich, aber man muss einen Moment innehalten und fragen, stimmen Worte und Taten bei Bürgermeister Müller überein, und da stellt man leider (wieder) fest, mitnichten, da stimmt nix überein.

      Erste Frage (wiederholte) an Herrn Bürgermeister Müller
      ist deshalb, warum er nicht von Anfang an eine bindende Bürgerbefragung in Sachen My-Center eingeleitet hat, wenn es angeblich um Transparenz gehen soll oder warum das nicht auf der Stelle nachgeholt wird. Die Antwort dürfte ebenso klar wie einfach sein, weil es eben nicht um Transparenz und Bürgerbeteiligung geht. Wohl aber geht es darum, das Märchen zu verbreiten, dass es um Transparenz und Bürgerbeteiligung gehen würde und dass das eine Herzensangelegenheit vom Bürgermeister sein würde. Natürlich eingeschränkt durch den ersten Märchenparagraphen, wenn es richtig gemacht wird, also so wie Müller es haben will (siehe oben).

      Zweite Frage
      Warum wurde der Aufstellungsbeschluss zum My-Center noch im Dezember 2012 durch den Rat gepaukt und am 19.12. veröffentlicht? Auch diese Antwort ist ebenso einfach, wie klar, weil sechs Wochen später die Frist abgelaufen ist für den Antrag auf ein Bürgerbegeheren gegen den Unsinn des My-Centers. Wer bis drei zählen kann, und den einstelligen Zahlenraum beherrscht der Bürgermeister sehr gut, vom 12. Dezember bis zm 7. Januar 2013 ist Vorweihnachtsstress, Weihnachten, zwischen den Tagen, Sylvester und der Geschäftsalltag läuft erst am 7. Januar wieder richtig rund. Bis dahin sind fünf der sechs Einspruchsfristwochen rum. Es bleibt also nur noch eine Woche Frist für ein Bürgerbegehren. Merken Sie was, liebe Leser? Das war natürlich keine böse Absicht vom Bürgermeister und dem Rat, sondern bestenfalls geschickt bzw. die haben alle zusammen einfach fünf Wochen über Weihnachten nicht wirklich an Transparenz und so ein Zeug gedacht. Das ist wieder nur Anbiederungs- und Beruhigungsrethorik, weil die Handlungen sprechen haargenau die gegenteilige Sprache.

      Wenn nun der einstellige Zahlenraum vom Bürgermeister so gut beherrscht wird, stellt sich die Frage, ob er und der Rat auch den mehrstelligen Zahlenraum so gut beherrschen? Warum? nun, wenn es um die Verhandlungen mit der Sepa geht, weil eben kein Bürgerbegehren mehr zustande gekommen ist, dann geht es um eben um sehr viel grössere Summen aus dem mehrstelligen Zahlenraum.

      Dritte Frage
      an Herrn Klaus Müller: Wenn Ihnen an Transparenz soviel gelegen ist, werden Sie die Verträge mit der Sepa bevor sie unterschrieben werden, mit hinreichendem Zeitraum sachkundigen Bürgern außerhalb des Rates zur Verfügung stellen? Und sind Sie bereit, die Kritik dieser Bürger in die Verträge einfliessen zu lassen, oder nicht?
      Bzw. noch einfacher, sind Sie bereit, ab sofort sachkundige Bürger bei der Konstruktion und den Vertragsverhandlungen zu beteiligen, oder nicht?
      Ich biete mich gerne dazu an, denn ich habe als Vermieter und Unternehmensberater jahrzehntelange Erfahrung in diesem Geschäft und einen exzellenten Fachanwalt bringe ich auch noch gleich mit. Sie liebe Leser dürfen raten, wie die Antwort von Bürgermeister Müller ausfallen würde, wenn er denn antworten würde.

      Vierte Frage
      Wie ist ihr genauer Fahrplan werter Herr Bürgermeister für das weitere Prozedere der Stadt und des Rates? Legen Sie doch Ihren Fahrplan bis Herbst/Winter 2013 vor.

      Zusammengefasst
      Herr Bürgermeister Müller will zwar das legalistische Minimum erfüllen, nicht weil er wirklich will, sondern weil er dazu gesetzlich verpflichtet ist. Dieses gesetzliche Minimum versucht er, durch geschickte Manöver auszukontern. Weiter versucht er im Gegenzug. die Erfüllung des ausgekonterten Miniumums als transparente Großtat den Bürgern unterzujubeln. wenne r jetzt noch sein verhalten so ändern würde, wie er es metaphrisch in Aussicht stellt er die kleiner Hälfte und die Bürger die grössere Hälfte, dann könnte man mit dem Mann richtig was anfangen. Aber ich fürchte davon sind wir bzw. Bm Müller noch ganz weit entfernt.
      So haben es die wahren Sonnenkönige (von Frankreich) damals auch gemacht, solange man sie das hat machen lassen.

      Was die Bunken unken
      ist ja auch klar: Wie kann man nur dem armen Bürgermeister, der sich tagtäglich den Arsch für die Stadt und die Bürger aufreisst, so analytisch um die Ecke kommen? Hast du kein Respekt, wird in Murmelgruppen geraunt. Doch, natürlichen, wieso überhaupt diese böse Unterstellung. Bürgermeister Müller geniest bei mir, wie bei vielen anderen Bürgern genau den Respekt und die Sympathie, die der Abdruck, die Resonnanz seiner Politik hinterlässt. Ausserdem ist doch Transparenz einer seiner grössten Werte und genau die Transparenz wird hier hergestellt.
      Images
      • Anwort Bm Mueller Koenig der Stadt.png

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