Droht der Altstadt in Plettenberg eine ähnliche Entwicklung wie in Roppenheim?

      Droht der Altstadt in Plettenberg eine ähnliche Entwicklung wie in Roppenheim?

      In Roppenheim hat im Frühjahr 2012 das künstlich aus dem Boden gestampfte Shopping-Center-Dorf der sogenannten „Dritten Generation“ seinen Betrieb aufgenommen. Der Bürgermeister von Roppenheim hat sich dadurch in die Position einer der bestgehasstesten Personen von Ost-Frankreich und Südwest-Deutschland katapultiert. Er war von seinem großen Wurf für die kleine französiche Gemeinde Roppenheim auf der Höhe von Baden-Baden überzeugt und hat sich deshalb in die Hände der spanischen Immobiliengruppe Neinver begeben. Über die 'glücklichen' Hände von spanischen Immoblieninvestoren, die ganz Spanien an den Rand der Staatspleite getrieben haben, muss an dieser Stelle kein weiteres Wort verloren werden.

      roppenheim.thestyleoutlets.fr/de/information-center

      In dieser virtuellen elsässischen Dorfwelt soll von 10.00 bis 19.00 Uhr urbanes Leben simuliert werden. Spätestens nach 20.00 Uhr ist das Kaff mausetot und der Wachdienst schleicht um die Ecken. Aber auch schon am Tage, während der Öffnungszeiten, funktioniert das Monsterdorf nicht wie gewünscht, es haben sich nicht genügend Mieter gefunden.
      Auf einer Webseite zum Outletcenter heißt es: „Obwohl „gefühlt“ bisher nur 80 % aller Geschäfte geöffnet sind, einige starten erst im Herbst - warum auch immer - lohnt sich der Besuch des Outlet-Centers bereits jetzt - auf jeden Fall!“

      Stimmt, der Besuch lohnt sich, damit man sehen kann, wie es ist und wie es sich anfühlt, wenn ein Konzept nicht richtig aufgeht, weil sich nicht genügend Firmen gefunden haben, die diesen Wahnsinn mitmachen wollen. Im Ostteil des künstlichen Dorfes ist ein ganzer Straßenzug durch Bretterwände vernagelt. Aber auch im nicht abgesperrten Teil des Shopping-Dorfes gibt es massive Ladenleerstände. Kein Wunder, denn wenn es in Westeuropa von einer Sache zu viel gibt, dann sind das ungenutzte Ladenflächen. Und das sinnfreie Wettrüsten der Investoren geht gerade in den Klein- und Mittelstädten munter weiter.

      In Roppenheim ist die Sorge vieler Plettenberger Bürger und Einzelhändler schon Wirklichkeit geworden. Hier zeigt sich in einem nagelneuen Projekt die mögliche Zukunft der Plettenberger Altstadt, wenn in Plettenberg ein Shopping-Center gebaut wird und die Altstadt dadurch einen massiven Mieterschwund und weitere Geschäftsaufgaben erleiden wird. Mit der Baugrube für das My-Center wird das endgültige Grab des Einzelhandels in der Altstadt geschaufelt. Es ist das Trojanische Pferd für den Plettenberger Einzelhandel. Die Fußgängerzone in der Altstadt von Plettenberg und die Wilhelmstraße könnten 'einfach', wie in Roppenheim abgesperrt und zugenagelt werden.
      Eine Bretterwand am Obertor von Wilmink bis zum Schuhhaus Fröhling oder etwas weiter unten von Schadwinckel bis zum Modehaus Otto und am Untertor eine ähnliche Bretterwand mit 'lustiger' Werbung darauf, wie z.B.:
      Altstadt Plettenberg wegen My-Center geschlossen

      Eine Entwicklung wie in Roppenheim braucht die Altstadt in Plettenberg durch ein Shopping-Center nicht. Die Altstadt in Plettenberg braucht ein vernünftiges und belebendes Stadtentwicklungsprojekt ohne Shopping-Center auf dem ehemaligen Mylaeus Betriebsgelände und angrenzenden Flächen. Plettenberg darf sich nicht in die Hand eines überregionalen Investors begeben, dem die nachhaltige und langfristige Stadtentwicklung (der Altstadt) in Plettenberg wurscht ist. Die Sepa hat ausschließliches Interesse an der Amortisation ihrer Investitionen, spätestens danach ist ihr Plettenberg völlig gleichgültig.

      Die Wirklichkeit der Besucherströme, Bretterwände und 'märchenhaften' Kulissen im Weihnachtsgeschäft 2012, am 22.12. gegen 14.00 Uhr in Roppenheim, jenseits bunter Internetseiten und durch Planungsgrößenwahn wird hier ziemlich deutlich sichtbar:
      Bilder
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