„Stadtentwicklung“ über die Köpfe der Bürger hinweg

      „Stadtentwicklung“ über die Köpfe der Bürger hinweg

      Folgender Leserbrief erschien am 26./27. 1. 2016 im Stadtgespräch von Horst Hassel

      „Plettenberg soll keine reine Industriestadt zum Wohnen und Arbeiten, sondern eine Stadt mit Flair sein, in der es sich zu leben lohnt,“ so sagte Bürgermeister Ulrich Schulte in seiner Neujahrsansprache.
      Und doch soll wieder kurzerhand ein Stück Plettenberger Geschichte weggerissen werden-ein ganzer historisch bedeutsamer Straßenzug- ohne dass der Bürger zu seiner Meinung befragt wird, die gesamte „Stadtentwicklung“ wird über die Köpfe der Bürger hinweg durchgezogen- siehe Innenstadtsanierung.
      Der Landschaftsverband in Münster lässt eine Dienstelle ( das Denkmalpflegeamt ) die Häuserreihe als „erhaltenswert“ und „stadtgeschichtlich bedeutsam“ einstufen, eine andere Dienstelle wirkt mit, die Häuser abzureißen?
      Die Plettenberger Denkmalbehörde verschenkte vor Jahren das Buch „Vom Nutzen des Umnutzens“ der Autorin Dr.Barbara Seifen vom LWL. Man sollte sich den Mut zutrauen, die Häuser als Tages-und Zahnklinik umzunutzen. Dann wäre Beides möglich und das Projekt könnte eine Herausforderung für jeden Architekten sein. Und hinterher braucht nicht das nächste blaue Schild auf die verloren gegangene historische Bebauung hinweisen.
      Unseres Wissens gibt es außer dem LWL einen weiteren Interessenten, der die Häuser erwerben und nach und nach sanieren möchte.
      „Wer will, sucht Wege. Wer nicht will, sucht Gründe“.
      Gemeinnütziger Förderverein für Denkmalpflege Plettenberg e.V.
      Karin Gutschlag / 1. Vorsitzende
      Helmut Teichert / 2.Vorsitzender