Zwischenbilanz: Three Years After und mein Dank an die repräsentative Minderheit der Plettenberger Politik!

      Zwischenbilanz: Three Years After und mein Dank an die repräsentative Minderheit der Plettenberger Politik!

      Anlass des Forums im Dezember 2012
      Vor drei Jahren fast auf den Tag genau Ende Dezember 2012 ging dieses Forum online. Anlass waren die 3.600 Unterschriften der Plettenberger Bürger „Ja zur Altstadt Nein zum My-Zentrum“ und die neue Erkenntnis in Plettenberg geht politisch doch was. Die Plettenberger interessieren sich nicht nur für die Entwicklungen in ihrer Stadt (das haben sie immer getan), sondern sie beziehen auch öffentlich Stellung und gegen die herrschende Clique der repräsentativen Minderheit.

      Umgang der Politik mit den 3.600 Bürgerstimmen

      Diese 3.600 Stimmen wurden bis heute von der repräsentativen Minderheit der Plettenberger Politik nicht ernsthaft berücksichtig und in den politischen Entscheidungsfindungen eingespeist. Grund? Die 3.800 Stimmen
      pass(t)en der repräsentativen Minderheit auf ihrem politischen Ego-Trip nicht ins Konzept. Der offizielle Grund waren verfahrensrechtliche Tricks der repräsentativen Minderheit, weil es kein regelgerechtes Bürgerbegehren war. Es ist ebenso bezeichnend und wie schlimm als Aussage über den Zustand unseres Staatswesens, wenn sich die repräsentative Minderheit vor dem erklärten Bürgerwillen nur noch mit postdemokratischen Verfahrenstricks ins Trockene retten kann. Die letzten drei Jahre haben für jeden Bürger offensichtlich gemacht, dass das was die Bürger wollen, der repräsentativen Minderheit völlig gleichgültig ist. Wenn es dann nicht in der richtigen verwaltungstechnischen Form gemacht ist, ist es dann aus Sicht der repräsentativen Minderheit um so besser, denn dann kann man den Bürgerwillen formal abledern.

      Allerdings wird eine verwaltungstechnisch nicht vollständige Form dann wiederum völlig unwichtig, wenn der Bürgerwille sich mit den Interessen der Politik trifft. Das sind die „kleinen“, aber entscheidenden Unterschiede. Genau das widert die Bürger an und hat die letzten Reste von Vertrauen in die politische Kaste der repräsentativen Minderheit endgültig zerstört.
      Die Nichtberücksichtigung der 3.600 Stimmen gegen das My-Center war leider kein Einzelbespiel, sondern steht als Glied in einer ständigen Kette pars pro toto für das grundsätzliche Beziehungsangebot an die geldgebenden Plettenberger.

      Wenn den Bürgern ein X zu einem U umgebogen wird oder die Doppelzüngigkeit der Politik
      Aber in Plettenberg ist es natürlich wieder schlimmer als nur das: Bekunden die Bürger bspw.: Wir wollen gerne „X“, dann exekutiert die repräsentative Minderheit garantiert „U“, um ihre politische Handlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Natürlich stellt sie damit genau das Gegenteil unter Beweis. In der Neujahrsansprache 2015 stellte Bürgermeister Müller trotz seines Umgangs mit den 3.800 Stimmen folgende These dreist in den Raum. Ich zitiere laut ST: „Bürgerbeteiligung ist heute das Maß aller Dinge, das wissen wir spätestens seit „Stuttgart 21“. Abgesehen davon, dass Müller-Luxemburg über die Funktion und Bedeutung von Stuttgart 21 erst durch dieses Forum aufgeklärt wurde, ist es bemerkenswert, wann, wo und zu welchem Anlass er sich diese Argumentationen aus diesem Forum zu eigen machte. Natürlich nur verbal und nicht in einer einzigen Entscheidungen seines politischen Tuns.

      Genau das ist die Doppelzüngigkeit der repräsentativen Minderheit.
      Wenn bspw. allen voran Martina Reinold (SPD) gerne, häufig, öffentlich und laut über die politische Beteiligungsunwilligkeit der Plettenberger klagt, während Frau Reinhold aber höchst selbst auf Briefe und Anfragen der Bürger seit über 400 Tagen die Antwort schuldig bleibt, und lieber darauf achtet, dass sie nicht über die Bommeln ihrer politischen Schnabelschuhe zu Fall kommt.
      Aber nicht nur Martina Reinhold brüstet sich öffentlich und im Kreise ihrer politischen Kaste mit stolzgeschwelltem Busen damit, dass sie bestimmte Meinungen in der Bürgerschaft nicht zur Kenntnis nimmt (eigeninduzierter politischer Autismus oder wie soll man das bezeichnen), sondern auch ihr Fraktionsvorsitzender Wolfgang Schrader (und andere mehr) lassen immer wieder und gern mal wieder ihren Frust über die freie Meinungsäußerungen in den sozialen Medien unter sich.
      M.a.W. die führenden Repräsentanten der repräsentativen Minderheit sprechen ihrer angeblichen Favorisierung von Bürgerbeteiligung Hohn und grinsen dabei den Bürgern noch frech ins Gesicht, obwohl ihre Politik sich mehr und mehr als ein einziger Trümmerhaufen mit finanziellem Totalschaden erweist.

      Aber damit steht Frau Reinhold nicht allein, sondern auch das Süderländer Tageblatt und seine Redakteure verstehen sich auf die niedere Kunst des Non-Respondismus. Da kommen nun auch schon fast 400 Tage Sprach- und Antwortlosigkeit zusammen. Während das Süderländer Tageblatt sich doch sonst so gerne als eine so meinungsfreudige Stütze der Demokratie und darstellen möchte und die Critical Citizens als Radaubrüder und körperbedrohende Rüpel hinzustellen versucht. (Übrigens das sind Verstöße gegen § 186 sei an dieser Stelle mal hinzugefügt. Der Langmut der Critical Citizens kennt bisher keine Grenzen). Das Süderländer Tageblatt ist ein wichtiger stabilisierender Faktor der politischen Misere in Plettenberg. Ganz interessant, die Suada und Verleumdungen von Stefan Aschauer-Hundt in seiner Erwiderung an den Presserat vom 2.8. 2014. Eine propagandistische Minderleistung von zehn Seiten, die an rückwärtigem Liefrantenrampen der Politkulissen befriedigt zur Kenntnis genommen, aber natürlich nie offiziell publiziert wurde. (Das könnten die Critical citizens gelegentlich mal nachholen, denn nichts entlarvt den Stil des ST besser als dieses Propagandapapiertiger aus der Feder von Stefan Aschauer-Hundt. Der in diesem Paierchen auch aufgerufene Zeitungsgründer des ST würde sich ob dieser Schreibe im Grabe umdrehen. Er legte stets Wert darauf, das wenigstens gelegentlich etwas Witz, Stil und Bildung aufblitzte. Heute regiert die desinformative Dumpfheit.)

      So
      konnte das Forum ein Wenig dazu beitragen, dass die Plettenberger Offiziellen nur wenige Gelegenheiten ausgelassen haben, ihr wahres politisches Gesicht zu präsentieren und dadurch den chronischen Grand-Canyon zwischen Anspruch und Wirklichkeit ihrer Politik deutlich zu unterstreichen.

      Die Neujahrsrede
      2015 vom Ex-BM Müller
      Der öffentliche Loggorroeanfall von Ex-Bm Müller-Luxemburg auf dem Neujahrsempfang 2015 wurde hier im Forum direkt kommentiert. Aber da
      Hr. Müller auf dem Neujahrsemfang 2015 in der Schützenhalle (der dazu eingeladenen Bürgerschaft) beispelhaft vorturnte, wie man über die kritischen Bürger öffentlich spricht, sei hier noch mal auf folgenden interessanten Abschnitt seiner damaligen Rede aufmerksam gemacht, ich zitiere wörtlich aus dem Stadtgespräch vom 11.01. 2015:
      „Es ist an der Zeit, dass diese neue Form der Propaganda und der Demagogie benannt und an der Wurzel gepackt wird. Das bisher für viele von uns undurchschaubare Ballzuspiel dieser wenigen Akteure auf Facebook, in Internet-Foren, mit Teilen der Presse und natürlich auch der jeweils individuelle finanzielle Hintergrund dieser Bewegung muss beleuchtet werden. Dann wird einem schnell die Motivation des einen oder anderen Akteurs klar.“
      Es stellt zunächst eine
      in sich (vermutlich unbeabsichtigten) Schmiere aus Theatralik und Komik dar, wenn der Ex-Chefdemagoge der repräsentativen Minderheit Teile ‘seiner‘ Bürger der Demagogie anklagen will.
      Aber was meinte nun EX-Bürgermeister Müller eigentlich damit, dass man individuelle finanzielle Hintergründe beleuchten und das Übel an der Wurzel packen müsse? War es nur das Abreagieren eines überstressten Wahlbeamten, der endlich mal öffentlich seinem angestauten Frust über die ständige Kritik an seinem selbstverzapften politischen Totalschaden Luft machen wollte? War es ein Zeichen von administrativer Überlastung, politischer Überforderung und galoppierender Amtsmüdigkeit oder ganz was anderes? Wollte Bm Müller drohen, wollte er sich Mut für seine Restlaufzeit bis September einimpfen?
      Wenn diese flotten Worte bspw. im ehemaligen deutschen Bruderstaat DDR öffentlich geäußert worden wären, würde sich natürlich jedem DDR-Bürger ein Zusammenhang zwischen den Jobs einiger Parteimitglieder beim Finanzamt und Betriebsprüfungen mancher Bürger aufgedrängt haben (Zersetzung gegen Oppositionelle und Regimegegner nannte man das in der DDR).

      Wie frei ist der freie (wilde) Westen?
      Aber im ‘freien‘ Westen sind solche Zusammenhänge natürlich pseudo-wissenschaftlicher Unsinn (wenn ich Hrn. Müller oder mglw. seine Frau noch mal zitieren darf). Im Westen sieht man transorganisationale Zusammenarbeit doch durchaus positiv. Im freien Westen ist ja auch alles völlig transparent und grundsätzlich rechtsstaatlich und nicht unrechtsstaatlich. Und außerdem sind transorganisationale Zusammenhänge hier gesetzlich nicht nur erlaubt und gern gesehen, sondern sie werden hier staatlich begünstigt und mit Steuermitteln gefördert. Das nennt sich im freien wilden Westen „Lobbyismus“. Denn ohne Lobbyismus funktioniert die asoziale Marktwirtschaft nicht richtig (un-)vernünftig. Hr. Ising ist in Plettenberg bekanntlich der Fachmann für die (a-)soziale Marktwirtschaft.
      Nur legt man im freien wilden Westen bzgl. Lobbyismus nicht ganz so gerne die Karten auf den Tisch, wie sich jetzt bei den kläglichen Klageversuchen der Bundesregierung gegen die Plattform Abgeordnetenwatch zeigte. Am Ende musste die Bundesregierung die Listen mit den Hausausweisen der Lobbyisten rausrücken.

      Aber haben wir dadurch Neues über unser Staatswesen gelernt?
      Eigentlich nichts Neues haben wir gelernt, was wir nicht alle längst über die Verluderung unseres sonst so informationsbegierigen Schnüffelstaat ahnten. Nur die Menge, die dreiste Selbstverständlichkeit und die Intransparenz erhielt durch diesen Skandal neue Dimensionen, Firmen, Namen und Gesichter. Und ganz wichtig, die politischen Täter der Bundesregierung versuchten ihre Opfer die wachsamen Bürger zu Tätern umzudefinieren durch Kriminalisierungsversuche und Rechtsgutachten. Auch da haben sie vermutlich wieder versucht sich Mut einzureden: „Wir schaffen das.“ Aber auch das wurde wieder zu einem politischen Rohrkrepierer am Bande mit Schwertern, Brillis und Eichenlaub.
      Mit aus Steuergeldern finanzierten Rechtsgutachten hatte ‚unsere‘ Bundespolitbonzenklasse versucht, die Mitglieder der Plattform Abgeordneten Watch hinzuhängen, um dadurch die Veröffentlichung der Lobbyistenlisten mit Hausausweisen im Bundestag und am Kabinettstisch zu verhindern. M.a.W. mit meinen Steuergelder bezahle ich z.B. die Rechtsgutachten zur Aufdeckungsverhinderung meiner eigenen politischen Entmündigung durch die Interessen-Soldateska der Konzerne und deren parteipolitischen Spielkameraden aus der Bonzenliga, deren zentrale Masche entweder die direkte Umgehung oder indirekte, intransparente Nutzbarmachung der gesetzgebenden Funktionen des Parlamentes ist. Bedürfen solche politischen Maschen noch weiterer Kommentare?

      Soll man von Berlin auf den Wieden rückschließen?
      Nun wollen wir von der Bundespolitik in Berlin nicht gleich wieder auf die gleiche, ähnliche oder gar noch schlimmere Strukturen in der Lokalpolitik am Wieden zurückrückschließen. Aber, soviel sei unserer repräsentativen Minderheit in Plettenberg doch über die Zustände des politischen Systems
      ins Stammbuch geschrieben. Ein politisches System in dessen Namen die repräsentative Minderheit auch in Plettenberg glaubt ihre Entscheidungen gegen die Mehrheit der Bürger weiter ungestraft umsetzen zu können. Unkommentiert geht das schon lange nicht mehr.

      Der Lobbyradar des ZDF
      Es sollte in diesem Zusammenhang noch bemerkt werden, dass das ZDF jetzt sein Prestigeprojekt des Lobbyradars aus Geldmangel einstellen will. Natürlich vermuten hier viele Bürger politische Einflussnahme eben durch jede Lobbyisten, die durch den Lobbyradar geoutet werden. Einstweilen funktioniert Lobbyradar nach als Browser App. Ein leichter Abglanz von Big Data kann also auch mal in die umgekehrte Richtung wirken. Schauen sie es sich mal an liebe Leser, es ist eine ganz lehrreiche App.

      Herr Salscheider als positive Ausnahme?
      Aus der Plettenberger Politik bildete einzig Hr. Salscheider (UWG) eine Ausnahme und hat mich zu einem politischen, freundlich geführten Gespräch eingeladen, nachdem ich im deutlich geschrieben und eine Gespräch angeboten hatte (bei Licht betrachtet, hatte ich ihn zum Gespräch eingeladen und nicht umgekehrt). Das Gespräch hatte ich auch im Namen der Critical Citizens gut vorbereitet. Leider stellte sich dann bei meinen Nach- und Rückfragen raus, dass auch Hr. Salscheider keine inhaltlichen Antworten lieferte und sich in Ausreden von Zeitmangel und Überlastung flüchtete. Traurig aber leider wahr. Meine Hypothese ist, dass sich der Zeitmangel und die Überlastungen von Hrn. Salscheider durchaus übersichtlich gestalten, aber Hr. Salscheider inhaltlich keine Antworten auf die Fragen der Critical Citizens geben konnte, bzw. für die Antworten den Mut gefunden haben müsste aus der Einheitsfront der etablierten Politik auszuscheren. Und dass er genau das nicht wagen wollte, weil er sich damit im Kreise seiner Kaste isoliert hätte und dazu muss man aus härteren und gleichzeitig elastischerem Holz geschnitzt sein, sonst hält man das gesundheitlich nicht durch. Das könnte mglw. in einem Zusammenbruch des psychischen Resilienzsystem enden. Dazu ist weder zu raten, und deshalb kann man das von niemandem verlangen.
      Denn auch nur ein symbolisches Ausscheren aus der selbsteingemauerten Wagenburg der etablierten Parteien (und sei es zu Friedensverhandlungen) würde von den Restmitgliedern der repräsentativen Minderheit als eine Mischung aus Fahnenflucht, Nestbeschmutzung und Verrat bewertet und durch strenge soziale Isolierung und Zurückweisung des „Fahnenflüchtigen“ geahndet werden.
      Sollte sich diese Arbeitshypothese als richtig erweisen, werden sich die politischen Fronten in Plettenberg weiter verhärten, verschärfen und eskalieren.

      Zwischenbilanz von 2012 bis 2015
      Deshalb sind diese kleinen Aperçus des (Plettenberger) Politgeschehens „Three Years After“ seit Dezember 2012 sind im Dezember 2015 sind wieder mal ein guter Zeitpunkt um Zwischenbilanz zuziehen, wie ist es nun mit dem Forum gegangen ist. Wenn man nicht nur ein solches Forum, sondern auch einen solchen Kampf gegen einen weiteren Shopping-Tempel auf sich nimmt, dann hat ich am Anfang natürlich keinen blassen Schimmer was da auf mich zukommt und was ich da losgetreten hatte. Ebenso blauäugig-blöd, wie fröhlich und politisch naiv wurde das Projekt 2012 angefangen und angegangen.

      Der erste Polittroll im Forum gab die Richtung des Beziehungsangebotes vor
      Kurz nach der Gründung des Forums melde sich ein (natürlich anonymer) Internet Troll aus dem etablierten Parteienspektrum im Forum zu Wort. Trotz aller Versuche freundlich mit ihm Argumente auszutauschen, ging es ihm nur um Obstruktion und Destruktion des Forums. Damit war die Generallinie der etablierten Politik gegenüber den Critical Citizens festgelegt: kein partizipativer Austausch auf Augenhöhe, sondern von Anfang an der Versuch kritische Standpunkte im Keim zuersticken. Leider auf einem Dumpfheitsniveau aus den unteren Registern. Was da als Sturmspitze der etablierten Politik vorgeschickt wurde, war einfach kläglich.
      Dieser Troll erklärte nach einem etwas ruhigeren Halbjahr das Forum auch gleich freudestrahlend für mausetot (und rechnete sich das mglw. auch noch als Wirkung seiner bescheidenen Beiträge an?). Das Untote länger leben, wissen wir spätestens seit der glänzenden Analyse des amerikanischen Wirtschaftshistorikers Philip Mirowski zum Erfolg des politisch geplanten desinformativen Lügengebäudes der neoliberalismus Gesellschaftsingenieuere oder der lokalpolitischen Illustration dieser Prinzipien.
      Drei Jahre nach der Gründung des Forums ist man, zwar immer noch fröhlich und guter Laune, aber man ist nicht mehr nur weniger naiv, sondern bzgl. des Zustandes unseres Staatswesen und des davon umschlossenen Plettenberg völlig desillusioniert und deshalb gleichzeitig in tiefer Sorge. Insbesondere dann, wenn EX-Bm Müller auf dem Neujahrsempfang 2015 die Parole ausgab: „Weltuntergangsstimmung zu verbreiten, ist fehl am Platz!“
      Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“, sagte Politbürochef Ulbricht 1961, während der Mauerbau längst logistisch vorbereitet war.

      Was haben wir nicht nur in den letzten drei Jahren, sondern 2015 von der Politk in Pletten gelernt?
      Bzgl. der Arbeitsplätze, Gewerbesteuereinnahmen, Schmiedemuseum und vieler Dinge, die Ex-Bm Müller 2015 in seiner Neujahrsrede anführte, wissen wir Ende 2015 natürlich auch schon etwas viel besser Bescheid. Wir wissen mehr über seine wiederholten Sprüche, „dass beide Einkaufsstandorte am Maiplatz und auf dem Mylaeus Gelände dazu beitragen werden, dass in unserer Stadt verdiente Geld wieder mehr in unserer Stadt ausgegeben wird.“
      Abgesehen davon, dass dieser Spruch allein von der ökonomischen Seite Vollstuss war (Gewerbesteuern ausgenommen), wäre es dann wieder pseudo-wissenschaftlich, wenn man Ex-Bm Müller und der repräsentativen Minderheit Realitätsverleugnung und illusionäre Selbstverlullung vorhalten würde, beim drohenden Leerstand am Maiplatz, vor dem sowohl der Investor, als auch die Critical citizens die repräsentative Minderheit wieder und wieder gewarnt hatten?


      Was ich in diesen drei Jahren durch das Forum politisch gelernt habe
      Da ich genau verstehen wollte, nach welchen Mustern und Strukturen Politik (u.a. auch in Plettenberg) heute abgewickelt wird, habe ich in diesen drei Jahren ein transdisziplinäres, politökonomisches Studium absolviert. Das hat zwar etwas Mühe, Zeit und Geld gekostet, aber diese Studium war für meine Horizonterweiterung, sowie meine weitere berufliche Entwicklung äußerst wertvoll. Auf Grund dieser Studien konnte ich aus dem politischen Geschehen den Seven-Sisters-Komplex (Neoliberalismus, Postdemokratie, Governance, Mediokratie, Privatisierung, Lobbyismus, Big Data) extrahieren.
      Was transdisziplinär auf diesen sieben Ebenen beschrieben wird, hätte ich vorher niemals für möglich gehalten oder gar geglaubt, wenn mir nicht täglich bis wöchentlich politischer Anschauungsunterricht von der repräsentativen Minderheit und ihrem Personal in Plettenberg vorgeführt worden wäre. Was mir im Studium an politischen Theorien, Modellen und Analysen zur Postdemokratie geliefert wurden, erwies sich durch den politischen Anschauungsunterricht der repräsentativen Minderheit der Plettenberger Politik nicht nur als völlig richtig und stimmig, sondern wurde häufig sogar noch übertroffenen, nach dem Motto: Sometimes Life is Stranger than Science and Fiction oder etwas volkstümlicher: Sad, bad, mad oder Bläd.
      Was die praktische Ausübung negativer und bürgerfeindlicher Politik anbetrifft, darf man der repräsentativen Minderminderheit der Plettenberger Politik das Gütesiegel der „Stiftung Bürgertest“ „erstklassig und hochwertig“ verleihen, und ich darf der Plettenberger Politik deshalb meinen tiefen Dank aussprechen:
      Meine Damen und Herren der repräsentativen Minderheit der Plettenberger Politik es ist Ihnen wirklich glänzend gelungen mir meine politischen Augen zu öffnen und mein seit der Studienzeit etwas brachliegendes politisches Bewusstsein zur vollen Blüte und neuen Reife zu reanimieren.
      Ohne ihre ständigen praxisnahen Illustrationen politischer Abläufe und Entscheidungen wäre mir ein so erfolgreiches politökonomisches Studium nicht möglich gewesen. Ich hätte viel häufiger an dem Realitätswert der politischen Studieninhalte gezweifelt. Nun weiß ich, dank ihres Tuns, dass die politische Wirklichkeit den politökonomischen und wissenschaftlichen Analysen längst „zukunftsweisend“ vorausgeeilt
      ist. Sie haben zu meiner persönlichen Umformung zum Dissidenten ihr erkleckliches Scherflein beigetragen. Sie haben mir politisch die Augen geöffnet. Sie haben mein schlummerndes politisches Bewusstsein sozusagen „wachgeküsst“.
      Deshalb möchte ich Ihnen allen dafür auf diesem Wege meinen herzlichen und aufrichtigen Dank zurufen!

      Was inhaltlich sonst durch das Forum erreicht und auch nicht erreicht wurde, davon berichtet diese ganze Forum. Zusammengefasst ist die Deutungshoheit des politischen Geschehens durch die repräsentative Minderheit futsch und die kritischen Bürger haben sich organisiert. Zu diesen Entwicklungen konnte ich in den letzten drei Jahre mit ca. 400 Beiträge etwas beitragen.

      Frohe und fromme Wünsche für 2016
      Ich wünsche allen Lesern, politischen Gegner und Feinden, sowie den politischen Freunden, insbesondere den Critical Citizens einen guten Rutsch und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2016!
      Von der zwar (noch!) legalen, aber mit 39% schon längst nicht mehr legitimen repräsentativen Minderheit der Plettenberger Politik würde ich mir den Wechsel zu einer bürgernahen Politik, das Ende ihrer Doppelzüngigkeit wünschen, die mit der stetig gleichen Büroklammer aus:
      Infotainment, Politainment, Particitainment und Edutainment zusammen getackert ist.
      Ich fürchte nur dbzgl. wird es bei den frommen Wünschen bleiben.

      Schaun mer mal welche politischen Stil- und Sumpfblüten 2016 aufgetischt werden.
      Mit Spannung und Skepsis erwarten andere und ich die Rede zum Neujahrsempfang 2016 von Neu-Bürgermeister und Alt-Kämmerer Schulte. Eine Einsicht hatte Ulrich Schulte schon: Der Wind wird uns 2016 aus vielen Richtungen entgegenwehen! Stimmt! Die Einsicht ist nur noch nicht ganz vollständig. Es fehlen die Worte „sehr scharf“. Die vollständige Einsicht ist: Die Winde werden uns 2016 sehr scharf aus vielen Richtungen entgegenwehen!

      Ps.: Warum haben wir in Plettenberge nicht auch mal etwas Glück mit dem politischen Personal und hätten mal eine Person wie Rolf Holub am Ruder, der immerhin einer Type wie Haider nachgefolgt ist. Man sieht andern Orts kann es anders gehen und da kann die Bevölkerung eines ganzen Landstriches auch mal Hoffnung durch die Politik haben. In Plettenberg wären wir schon mit einer Klinikspackung Viagra für's Rückgrat zufrieden.