Bürgermeisterwahlk(r)ampf

      Bürgermeisterwahlk(r)ampf

      "Demokratie ist ganz offensichtlich ein Ort,
      wo unzählige Wahlen abgehalten werden
      zu immensen Kosten ohne Themen
      und mit austauschbaren Kandidaten."
      Gore Vidal


      Nun glaubt die Plettenberger Politik scheinbar ernsthaft folgendes nach dem Baubeschluss zum My-Center Dinge:

      1.
      Es wäre nach dem Baubeschluss mit der rebellischen Stadt wieder zu Ende, und die Critical Citizens würden sich frustriert zurückziehen.
      2.
      Die Bürgermeisterkandidaten Schulte und Viteritti würden unbeschädigt und glaubwürdig von dem Kampf um das My-Center in den Bürgermeisterschaftsk(r)ampf gehen können.

      Dies ist natürlich ein wirrer Irrglaube, wie das restliche bürgerfeindliche Schalten und Walten der Plettenberg Politik auch.

      Es sei der Plettenberger Politik noch mal mitgeteilt, dass es in der zukünftigen Amtsperiode des kommenden Bürgermeisters nichts geben wird, was nicht von den Critical Citizens aufmerksam begleitet ud kommentiert werden wird.

      Deshalb ein paar Bemerkungen zu den BM Kandidaten den Hrn. Schulte und Viteritti:

      Die Hrn. Schulte und Viteritti sind seit Jahren nicht nur willige, sondern aktive Vollzugsgehilfen und nicht nur passive Duldungstäter der etablierten Parteien in Plettenberg gewesen.
      Damit sind beide genauso uneingeschränkt für das Tun und die Folgen der bisherigen Plettenberger Ratspolitik verantwortlich, wie die Hrn. Müller, Schrader, Hillert und die anderen Ratsherren und die entsprechenden Nutznießer und Hilfstruppen.
      Was sie bisher die Kandidaten bisher an inhaltlichen politischen Positionen in ihrem Wahlkrampf abgeliefert haben kann man höflich ausgedrückt nur als politisch-geistige Magersucht bezeichnen.
      In Plettenberger wird das mit Begriffen bezeichnet, die dem Vokabelkreis der oralen oder analen Folgen bei Übelkeit oder Magenverstimmung entstammen.

      Ironischerweise verspricht Hr. Schulte „Transparenz und Ehrlichkeit“ der Plettenberger Politik falls er gewählt werden würde.
      Bestätigt Hr. Schulte damit indirekt den Umkehrschluss, dass die Plettenberger Politik selten bis nie transparent und ehrlich war, wie es die Critical Citizens seit langem anprangern?
      Dann drängt sich doch sofort die Frage auf, warum er noch nie gegen die unehrliche und intransparente Plettenberger Politik Stellung genommen hat und öffentlich schon gar nicht?
      Würde er zu seiner Verteidigung etwa behaupten wollen, weil er bisher ein zu kleines Licht in der Plettenberger Politik gewesen sei und sich deshalb gegen die herrschenden Missbildungen und Fehlentscheidungen der Plettenberger Politik nicht hätte durchsetzen können?
      Wäre das seine Rechtfertigung müsste man ihm zweifelsohne bzgl. der hartleibigkeit der Plettenberger Politik recht gegeben. Eine glaubwürdige Entschuldigung wäre es gleichwohl nicht.
      (Aber was ist inder Plettenberger Politik auch noch glaubwürdig?)

      Ein anderes interessantes Beispiel ist Hr. Viteritti. Im letzten Mai am Ende der Veranstaltung „Wahlprüfsteine“ des Denkmalvereins ging ich froh und wohlgemut auf Hrn. Viteritti zu und stellte ihm ein ziemlich harmlose Frage, weil ich ein bisschen mit ihm ins Gespräch kommen wollte. Hr. Viteritti schaut sich etwas hilfesuchend um und wie von der Tarantel gestochen, zischte Hr. Hillert herbei (nach Selbstaussage die letze Opposition in Plettenberg) und gewährte im väterlichen Beistand. Auf gut Deutsch Hr. Hillert polterte mit irgendwelchem postdemokratischen Zeug los, bevor Hr. Viteritti auch nur im Ansatz den Mund aufmachen konnte.
      Dass nun Hr. Viteritti plötzlich wortlos (wie mother's finest schoolboy) neben seinem politischen Ziehvater stand, schien ihn weder zu überraschen, noch zu empören, sondern er schien diese Art der Bevormundung eher gewohnt zu sein. Vielleicht hat er auch nur ein gutes Verhältnis zu bevormundenden autoritären Politmentoren. Was dann allerdings weniger auf seine politische Selbstständigkeit und Autonomie schließen lassen könnte.
      (Abgesehen davon antwortet Hr. Viteritti auch nicht auf wohlmeinende Bürgerzuschriften, aber auch das ist nichts neues in der Plettenberger Politik. Da reißt man gerne mal den Rachen weit auf, aber wenn man schriftlich um Stellungnahme gebeten wird, sind die Ergebnisse doch eher kläglich, kleinlaut oder huldigen ‘wenigstens“ den Beatles: „No Reply“.

      Abgesehen davon wissen wir nicht erst seit gestern, dass Wahlversprechen nichts wert sind und sofort nach der Wahl kassiert werden.
      Des dumm dabei ist nur, das sich das mittlerweile rumgesprochen hat und auch abgesehen davon die Glaubwürdigkeit der Plettenberger Politik unrückholbar verloren ist und sie damit ihre Deutungshoheit verspielt hat.

      In diesem Sinne kann man den Kandidaten, egal wer gewählt wird schon jetzt vor der Wahl ein fröhliche Amtsperiode wünschen.