Einkaufsflächen pro Einwohner

      Einkaufsflächen pro Einwohner

      Bei der Kennzeichnung von Schlachtfelder gibt es u.a. die makabre Größe der Quadratmetertotenzahl. Heute gibt es eine dbzgl. wunderliche Rivalität zwischen den einzelnen Betreibern oder Vereinen von historischen Schlachtfeldern, welches Schlachtfeld denn die höchste Quadratmeter Totenzahl gehabt haben soll. Im Rahmen des Schlachtfeldtourismus wird mit diesen Zahlen relativ ungeniert für den Besuch eines Schlachtfeldes geworben, nach dem Motto: Kommen Sie zu unserem Schlachtfeld, da war einst mehr los, da wurde mehr gestorben oder grausamer Krieg geführt, das belegt unsere höhere Qudratmetertotenzahl.

      Und so konkurrieren Verdun und hier wieder die einzelnen Untergebiete der Schlachtfelder (z.B. toter Mann, Höhe 304, Fort Douaumont) mit den vergleichsweise kleinen Schlachtfeldern am Lingekopf oder am Hartmannswillerkopf munter um die Wette und versuchen den Gruselfaktor durch die höchste Quadratmeter Totenzahl anzufachen. Auf den Schlachtfeldern soll natürlich den Verteidigern des Vaterlandes in Ruhe und Würdegedacht werden. Helm ab zum Gebet kann man da nur spotten.
      Ähnlich makabere Faktorenkalkulationen gibt es Naturkatastrophen wie z.B. Erdbebengebieten und damit die Quadratmeter Totenzahl eine wichtige Kenngröße in der Versicherungsmathematik der Rückversicherungen.

      Und was im Skitourismus den Skigebieten die wichtigen Kennzahlen ihrer Schneesicherheit und Schneetiefe bedeuten, ist im Falle
      des Schlachtfeldtourismus die Quadratmeter Totenzahl.


      Im Zeitalter der hochgerüsteten Konsumkriege gibt es ähnliche Kennziffer im interkommunalen Rüstungsvergleich der Städte und im innerstädtischen Bürgerkrieg bei der Konkurrenz von Shopping Centren. Da geht es um Kennziffern, wie die Quadratmeter Umsätze oder die Qudratmeter Einkaufsflächen. Daran krepieren im allgemeinen zwar keine Individuuen, aber dafür ganze Branchen von innerstädtischen Einzelhändlern, gewachsene Einzelhandelsstrukturen ganzer Regionen oder ben auch ganze Einkaufszentren, wenn die Qudratmeter Verkaufsfläche über die Kaufkraftquotienten der Region gestiegen sind.

      Anbei eine Tabelle mit einem interkommunalen Vergleich von Shoppingflächen Quadratmetern pro Einwohner. Dabei fällt auf das die höchsten Qudratmeter Shoppingflächen im bayrischen Wald zur Verfügung stehen, da diese Kommunen ein riesiges Umfeld einbeziehen. Daraus könnte man nun den kühnen Fehlschluß ziehen, dass man in Plettenberg neben der Renovierung des Mai-Centers nicht nur das My-Center, sondern auch noch weitere Centren braucht, damit man langsam auf die Flächen des bayrischen Waldes kommt.

      Plettenberg hat
      47.170 qm Shoppingfläche ohne Erweiterung ................. 1,81 qm pro Einwohner
      53.300 + My-Center, + Maicenter Erweiterung, + Lidl..........2,05 qm pro Einwohner
      bei 23.600 Einwohnern .............................................2,25 qm pro Einwohner
      Davon Nahrungs- und Genussmittel ........................14.730 qm

      Plettenberg hat z.Z. ca. 26000 Einwohner heute und 2020 nur noch 23.600 Einwohner


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      • Qudratmeter Vkf.png

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