Die Maschen der Lügenpresse bzw. Manipulationsmedien

      Die Maschen der Lügenpresse bzw. Manipulationsmedien

      „Lügenpresse“ ist das Unwort des Jahres geworden. Das ist ein Unding, denn das Wort hätte eigentlich zum Wort des Jahres gewählt werden müssen, aber das ist nun die „Lichtgrenze“ und noch nicht einmal die „Schwarze Null“. Der Mauerfall ist wirtschaftlich noch nicht bereinigt, da werden weltweit schon wieder unüberwindliche Mauern- und Grenzwälle von USA/Mexiko über Israel/Gazastreifen und Westjordanland und Indien/Bagladesch bis zur EUSüdgrenze gezogen. Nur in der BRD wird daraus eine immaterielle „Lichtgrenze“ als Wort des Jahres geschnitzt, unglaublich aber wahr. Damit hat auch die Postdemokratie bei der Wahl zum Wort des Jahres endgültig zugeschlagen. Denn sieht man sich die bisherigen Wörter des Jahres seit 1971 an, dann war die Wahl zum Wort des Jahres bisher fast ausnahmslos eine Manifestation emanzipatorischer, alternativer und progressiver Einstellungen. Das ist nun auch geändert.

      Der Ruf Lügenpresse schallt natürlich aus den Demonstrationen der Pegida hervor und deshalb ist natürlich jeder, der an einer freien und objektiven Presse zweifelt, ein dumme, blöde, hirnbefreite, rechtsradikale Dumpfbacke, die Demagogie betreibt und die (längst nicht mehr vorhandene) freiheitliche demokratische Grundordnung schändet.

      So wird es zumindest insbesondere und gerade zur Zeit nach den (abscheulichen) Anschlägen von Paris dargestellt. Von ARD und ZDF wird die Fackel der Freiheit besonders hochgehalten, und es wurde über die 50 mutigen Staatsfrauen und Staatsmänner berichtet, die Hand in Hand ihre breiten Bonzenbrüste gemeinsam am Kopf eines Demonstrationszugs von einer Millionen Menschen in Paris furchtlos gegen den Terrorismus in die Kamera halten.
      Jeder Zuschauer, der noch eine letzte funktionierende Hirnzelle sein eigen nennt, hat sich bei den Bildern natürlich sofort gefragt, mit welchem Sicherheitsaufwand das überhaupt zu bewerkstelligen gewesen sein sollte. Und es wurde prompt die Antwort geliefert, auf den Häuserdächern seien Scharfschützen präsent gewesen, die ganze Demonstration sei völlig einig, frei und friedlich verlaufen (Egalité, Fraternité, Straßenlagé, Citroen C5 Werbung) und ähnliches Bla, bla, bla wurde medial inszeniert und zur Primetime ausposaunt.
      In Wirklichkeit war es ganz anders. Herr Netanjahu hatte sich selber eingeladen, in konservativen Blättern in Israel wurden die Damen wie Fr. Merkel wegretuschiert. Viele der Staatschefs, die sich in Paris demonstrativ eine Bleistiftspitze für die Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit abgebrochen haben, wollen zu Hause in ihrem Land davon natürlich gar nichts wissen und unterdrücken da Meinungs- und Pressefreiheit mit den übelsten Methoden.
      Doch die Wirklichkeit von Paris war ganz anders und damit sind wir wieder bei der Lügenpresse. Die ganze Berichterstattung aus Paris über die mutigen Politbonzen war ein medialer Fake, eine Fälschung, eine dreiste Lüge, eine Propagandashow, die Göbbels nicht besser in Szene gesetzt haben könnte. Es war nämlich in Wirklichkeit so: Click
      Wenn man sich das anschaut, fällt eine wieder nichts mehr ein, ausser das man wieder hätte selber drauf kommen können, wenn man aufmerksamer und skeptischer bei der Berichterstattung (pardon Berichterfindung) zugeschaut hätte. Da sah man nämlich deutlich für einen kleinen Moment, das Fehlen jeglicher Volksmassen am Bildrand, aber nur für max. eine Sekunde. Und selbst ich als sehr genauer Beobachter bin darauf reingefallen.

      Flogerichtig bläst Fr. Merkel wieder zur Vorratsdatenspeicherei, bei der ihr das Verfassungsgericht schon eine Abfohr erteilt hat. Die Vorratsdatenspeicherung gibt es in Frankreich längst , aber leider hat sie nichts genützt, weil in Frankreich die Geheimdienste gepennt haben. Das ist natürllich, wie man in Deutschland am Beispiel der NSU gesehen hat erst recht der Fall. In Deutschland ist man schon aus historischen Gründen auf dem rechten Auge blind.

      Nun wurde auch hier im Forum immer wieder auf die strukturelle Korruption der Leitmedien hingewiesen. Zum einen durch empirische Studien und durch die Versuche der Unterdrückung von Satiren dazu. Mit der Berichterstattung von Paris wurde nun ein neuer Höhepunkt der manipulierten Berichterstattung erreicht. Schon 1971 hat E.A. Rauter diese Methoden in seinem glänzenden und bis heute voll gültigen Buch zur Propagandaanalyse dargestellt: „Wie eine Meinung in einem Kopf entsteht“.

      Und genauso wie es E.A. Rauter beschreibt, so vegetiert auch Charlie in Plettenberg und beim neoliberalen kapitalfreundlichen Süderländer Tageblatt herum. Vorne wird die Fahne der Pressefreiheit rausgehängt und pathetisch beschworen und hinten in den Redaktinsstuben werden die Demagogiekugeln gegossen und dann verschossen. Bspw. werden Leserbrief mit bestimmten Inhalten nicht veröffentlicht, Briefe an die Reaktion werden nicht beantwortet, falsche Informationen, verdrehte Tatsachen und Investorenpropaganda werden in Erwartung künftiger Anzeigeneinnahmen verbreitet, Ratshofberichterstattung „eight days a week“, Zitate werden absichtlich aus dem Zusammenhang gerissen, Wortsatire wird in Hetzpropaganda umgemünzt, ich soll zur rechtsradikalen Dumpfbacke umgeschrieben werden u.v.a.m..
      Wie dabei genau vorgegangen wird, kommt anhand vieler Beispiele im zweiten Teil.

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