Is a Lame Duck eine lahme Ente oder Himmelstoss-Hillert oder the CDU-Boy(s) for Präsidänt-Plättenbärg?

      Is a Lame Duck eine lahme Ente oder Himmelstoss-Hillert oder the CDU-Boy(s) for Präsidänt-Plättenbärg?

      Schon das ganze Jahr 2014 rumorten die Gerüchte, dass Klaus Müller 2015 als Bürgermeister nicht mehr antreten wird.

      Schon Mitte Juni hatte ich Bm Müller eine Reise in die Ruhe des Montaphons empfohlen. Nun hat er sich (endlich) offiziell entschieden, Plettenberg zu verlassen. Eine konsequente Entscheidung als Folge seiner verfehlten Politik und insbesondere seines zunehmend unerträglicher werdenden Beziehungsangebots an die Plettenberger Bürger.

      Abgesehen davon, kann ich als Biographieberatungsexperte neue Herausforderungen in dieser Alters- bzw. Biographieepoche nur empfehlen. Ich habe das selbst mit Mitte Fünfzig so gemacht und hätte das optimalerweise sogar etwas eher tun sollen. Würde Klaus Müller nun noch ein Richteramt anstreben, wie er es neulich mal zum Besten gegeben hat, dann wäre er bei solcher Tätigkeit wenigstens vor Bürgerwiderspruch mehr gefeit als bisher; denn wer will sich schon mit dem Richter anlegen, auf dessen (milde) Urteilsfähigkeit er bald angewiesen sein sollte. Außerdem müsste er sich dann nicht mehr „so viele“ öffentliche Widerworte gefallen lassen und könnte bei Widerspruch auch gleich ein paar Tagessätze, ersatzweise so und so viele Tage Haft, aufbrummen.
      Aber würde man ihn als Richter noch nehmen? Vielleicht an einem Verwaltungsgericht? Wie auch immer.
      Es wird sich herausstellen, wo bzw. als was er in Norddeutschland seine neue Tätigkeit gefunden hat. Gleichwohl wünsche ich neben Glück und Segen, Einsicht und ein vorheriges Sabbatical.

      Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass mit Müller ein Auswärtiger und kein Plettenberger die Stadt, die Politik und das Beziehungsangebot an die Bürger (negativ) ‘geleitet‘ hat. Ein Bürgermeister, der die Plettenberger die Folgen seiner Politik alleine ausbaden lässt, weil er anschließend, wie ein Handlungsreisender die Stadt wieder verlässt und die Bürger in dem angerichteten Elend sitzen lässt.

      Deshalb sollte der nächste Bm auch wieder (mit allen Vor- und Nachteilen) aus Plettenberg kommen? Ich bin da sehr ambivalent. Aber was gibt es da für Alternativen in Plettenberg? Die CDU wird vermutlich mit Heiko Hillert antreten, die bessere oder jüngere Alternative wäre Kreisamtmann (Nomen est Omen?) Vitiritti. Heute Mittag bevor die Erklärung von Klaus Müller auf dem Tisch kam, schrieb ich eine Mail folgenden Inhalts:
      „Wenn der Kungel-Kuschel-Klaus nächstes Jahr nicht wieder antreten sollte und die CDU, dann nicht den Adrian, sondern den Himmelstoß -Hillert (das Forum kommentierte) aufstellt und der dann noch gewählt würde, werde ich das Gefühl nicht los, dass wir uns dann noch unseren Kungel-Kuschel-Klaus zurück wünschen würden.
      Der Adrian müsste sich dann aus dem Schatten seiner malefizen Mentoren freischwimmen, ob das gelingen würde?
      Der junge Juan Carlos hat den Franco oder Mutti ihren Helmut und die jeweiligen Machtapperate auch schnell kaltgestellt, aber die langfristigen Ergebnisse sind doch eher ernüchternd.
      Aber schaun mehr mal, wie es wird; allerdings bis das alles soweit wäre, dass der erwachsengewordene Adrian dem Stil des alten Juan Carlos nacheifern würde, werden wir vermutlich die Radieschen schon von unten annagen.“

      Deshalb gilt es zwei Dinge zu tun:
      1. Sehr genau zu schauen, was Bm Müller in der ihm verbleibenden Zeit in Plettenberg noch umsetzen bzw. anrichten will. Er ist jetzt offiziell das, was in der amerikanischen Politik eine Lame Duck (lahme Ente) genannt wird.
      2. Heiko Hillert und auch Adrian Vitiritti sollten ab sofort ganz genau beobachtet werden. Ich hatte Heiko Hillert schon in meinem letzen Leserbrief ‘lobend‘ erwähnt. Denn beide möglichen CDU Kandidaten sind stramme Protagonisten des My-Centers und haben mit ihren bösen Fingerchen gegen den Mammut-Baum gestimmt.

      Das (politische) Poesiealbum der (politischen) Weisheiten von gestern
      Zieht man das Poesie-Album der politischen Old School Weisheiten von gestern zu Rate, dann lebt die Demokratie vom Wechsel, und ein Wechsel weg von der SPD ist in Plettenberg seit zwanzig Jahren (mehr als) überfällig. Der letzte CDU Bürgermeister war der ehrwürdige Willi Wicker Plettenberger Urgestein von echtem Schrott und Korn. So gesehen wäre die CDU dran.

      Das Dumme ist nur, in dem Old School Poesiealbum stehen auch andere Weisheiten, wie zum Beispiel die von Börsenguru Kostolany: „Aktien und Schlaftabletten (günstig) kaufen und lange nicht mehr ins Aktiendepot schauen.“ Diese Old School Börsenweisheit kann man im Zeitalter des maschinengesteuerten Millisekunden-Hochfrequenzhandels nur als grenzdebil bezeichnen. Mit anderen Worten die Weisheiten der Old School Poesiealben kann man sich heute im Zeitalter der Blödmaschinen zur Fabrikation von Stupiditäten oder schlicht im Zeitalter der Postdemokratie schenken. Denn die Postdemokratie zeichnet sich durch zwei Dinge aus:
      «„Alles für die Erfolgreichen“, nichts für „uns da unten“. Der zweite, beinahe noch wichtigere Teil der Erzählung ist das Schweigen des Staates zur sozialen Ungerechtigkeit. Der postdemokratische Staat ist einer, der seine Bürger nicht mehr beschützt. Mochte er früher auf der Seite der Fabrikherren sein, so ist er nun auf Seiten der Gewinner im Verteilungskampf (die kein Problem mit dem Prinzip der verbrannten Erde haben). Der postdemokratische Staat und seine Justiz beschleunigen offensichtlich und mit impertinentem Vergnügen die Ausbreitung der sozialen Ungerechtigkeit. Der Ausschluss von immer mehr Menschen erzeugt einen Menschen, der im öffentlichen Raum der Demokratie und des Markts nichts mehr verloren hat. Der postdemokratische Staat fühlt sich von Menschen verlassen und bedroht , die er zuvor verlassen und bedroht hat.« (Seeßlen & Metz 2011 : 64).
      Deshalb hält sich unser Mitgefühl für das Scheitern von Bm Müller auch in Grenzen und uns beschleicht eher klammheimliche Freude über dieses Scheitern, zumal er nur pro Forma das Berufsfeld wechseln will und das impertinente Spiel des postdemokratischen Staates an anderer juristischer Stelle weiterspielen will und wird. Wir bleiben mit den Folgen und Schäden in Plettenberg sitzen.

      Mit diesem klaren Blick für die Rahmenbedingungen und ausgehöhlten Grundsatzentscheide des postdemokratischen Staates, der uns in seiner Chauffeurs Klasse (wie Ernst Jünger es schimpfte) der Maschinisten aus Juristen, Beamten und Verwaltungstechnikern entgegentritt, werden wir jedem Bm Kandidaten gleich welcher Partei auf den Zahn fühlen und wenn nötig sofort auch auf die Zehen treten. Die potentiellen Kandidaten der CDU und ihres Leib- und Magenblattes ST werden wir ganz verschärft unter eine 24/7/364 Beobachtung und Kommentierung nehmen, die Kanditaten der SPD und die entsprechende Plettenberger Ortsgruppe sowieso einschließlich der städtischen (Beteiligungs-)Gesellschaften ebenfalls. Die Frage nach den Anteilsscheinen usw. wurde im heutigen Trubel der Ratsgeschehnisse von Herrn Müller wohl noch nicht beantwortet, wir warten noch etwas zu.

      Den engagierten Bürgern in Plettenberg ist es gleich, welche Partei den Bürgermeister stellt. Es sollte nur für transparente Politik, richtige Bürgerbeteiligung, kein My-Center, Förderung der Industrie, also ingesamt politische Vernunft stehen. Wird das nicht so sein, dann wird die Wahl gleich von welcher Partei für den Kandidaten kein Kant(h)ersieg werden.

      Ps.: Mit Manfred Kanther hatte die Plettenberger CDU auch schon mal 1967 - 1970 als Oberrechtsrat einen Rechtsanwalts-Politiker und durchreisenden Handlungsvertreter im Köcher. Kanther war schon zu seinen Plettenberger Zeiten (er saß noch im alten Rathaus) ein äußerst unangenehmer Bursche, dem vor gebügelter Selbstgerechtigkeit fast die polyamide Bügelfalte seines Nyltestkragens platzte. Als sein Hemd dann spannte, dass Plettenberg für ihn unter Bm Baberg zu einem SPD-kontrollierten Sackbahnhof wurde, war er (Gott sei Dank) wieder weg.
      Es ist natürlich immer wieder ganz putzig, wenn ein Bundesinnenminister dann in eine Spendenaffaire verwickelt ist und ein Spahrbier von Helmuts Geldboten war. Das ist natürlich noch ‘lustiger‘, als wenn hochrangige politische Befürworter von straffen Tempolimitis mit erhöhter Geschwindigkeit (und auch noch besoffen wie eine Eule) in die Polizeikontrolle rasseln.
      Ich wäre fast geneigt, Kanther zu glauben, dass er nix für seine Privatschatulle abgezweigt hat, aber wie man bzgl. struktureller Korruption als Anwalt und Innenminister so blind (und blöd) sein kann, ist schon starker Tobak. Kanther gilt seit 2007 bis 2017 als vorbestraft, hat dieser CDU Law and Order Saubermann eigentlich einen Bewährungshelfer und Bewährungsauflagen?

      Also, gerade auch die CDU versteht einiges von krummen Dingen und hatte schon im alten Rathaus von Plettenberg Leute am Start, die vermutlich ihr Handwerk im Sauerland von der Pike auf gelernt haben. Auf einen möglichen CDU Bm Kandidaten warten also in Plettenberg große Vorbilder.