Mein Freund der (Mammut-)Baum oder die Lizenz zum Absägen?

      Mein Freund der (Mammut-)Baum oder die Lizenz zum Absägen?

      Dass Bm Müller nächstes Jahr nicht zur Wiederwahl antreten wird, scheint nach der Gerüchtelage in Plettenberg ziemlich sicher. Es wäre eine logische und konsequente Folge seiner verfehlten Politik. Das die CDU mit Adrian Viteritti antreten wird, wird auch kolportiert. Aber das soll heute nicht das Thema sein, dazu demnächst mehr.

      Das heutige Thema ist, dass BM Müller, obwohl er in Plettenberg (hoffentlich und bald Geschichte sein wird) noch schnell ein Lebewesen killen will, das einige Jahre mehr auf dem Buckel und und schon etwas länger zu Plettenberg gehört, als der zugereiste und dunkle Verwaltungsfürst Müller.

      Es geht um einen äusserst seltenen Baum auf dem Wagner-Gelände. Das Doris Nefedov (alias Alexandra) das Lied von ihrem Freund dem Baum (1968) in die Weisheit des deutschen Schlagerkanons aufgenommen hatst nun auch schon einige Tage her. Der normale Plettenberger Bürger bräuchte natürlich eine Sondergenehmigung, nicht nur wenn er einen solchen Baum, sondern überhaupt irgendeinen Baum auf seinem eigenen Grundstück killen wollte. Die Stadt Plettenberg schafft sich bzw. der GWU natürlich wieder ein ‘Sonderausnahmegesetz‘ (natürlich angeblich wie immer nur zum Vorteil der Stadt, die ewig gleiche Schwachsinnsscheinrechtfertigung) und damit ist ihr erlaubt, was dem normalen Bürger verboten ist, also eine selbstermächtigte „Lex Metasequoia Plettenberginiensis“. Mächtige Bäume sind (oder sollten) in Plettenberg in einem Baumregister erfasst (sein), dieser Baum eines prächigsten Exemplare in ganz Plettenberg wurde vorsichtshalber bzw. vorsorglich im Baumregister vergessen und nun ab dafür.
      So weicht der alte Mammut-Baum dem neuen Lebensraum der GWU.
      Die weitere Schändlichkeit an der ganzen Baumab-Nummer ist, dass Hartmut Engelkemeier (Fachbereichsleiter IV bei der Stadt Plettenberg) mittlerweile der Eigentümer des Wagner Hauses (geworden) ist und natürlich auch nichts Ernsthaftes oder Wirksames zur Baumerhaltung unternommen hat, alles die gleiche Suppe diese Rathaustruppe. Übrigens keine der politischen Parteien hat sich für die Erhaltung dieses Baumes stark gemacht, oder? Und natürlich wussten alle wieder mal vorher Bescheid.

      Der Vorstand des Denkmalvereins hat dem Bürgermeister heute folgende Resolution geschrieben, in dieser Mail werden die Fakten und Umstände genannt. Das einzige das in Plettenberg fällenswert ist, ist Bürgermeister Müller und seine Spiesgesellen und nicht dieser Baum!

      Übrigens der Denkmalverein argumentiert u.a. in seiner Resolution mit Ehrfurcht vor dem Mammut-Baum; ergo Ehgrfurcht vor dem Leben und der Schöpfung. Ehrfurcht vor dem Leben war ein Motto des Elsässer Friedensnobelpreisträgers Albert Schweitzer, nach ihm ist in Plettenberg das Gymnasium benannt.
      Aber, wer hat in diesem Stadtradt noch Ehrfurcht vor Irgendwas oder gar dem Leben? Das ich nicht lache. Alles was in Plettenberg über den Horizont dieser demokratischen Fürsten hinauswächst, muss gefällt und auf ihren Horizont eingeebnet werden. Die Plettenberger Politeinsteins haben keine Ehrfurcht vor (seltenen) Bäumen oder gar Ehrfurcht vor dem Leben. Sie haben Ehrfurcht vor Einkaufscentren, Pleiteinvestoren, verrückten Gutachten und neuerdings auch noch Tiefgaragen, kurzum der ökonomischen Karnevalisierung von Politik.
      An dieser unachtsamen Baumgeschichte zeigt sich wieder das ganze Elend der Plettenberger Politik. Was anderen Orts geschützt und erhalten wird, wird in Plettenberg platt und flach gemacht.

      Noch irgendwelche Fragen, warum die Wahlbeteiligung bei diesen „Morgens um Fünf“ Mammut- und Eichenbaum-Holzfäller-Politheinzen immer tiefer in den Keller rauscht?


      Sehr geehrter Herr Bürgermeister Müller,

      nach unserem Telefongespräch übersenden wir Ihnen folgende Resolution als offenen Brief zur Kenntnisnahme vorab per E-Mail:

      Der auf dem Wagner-Gelände neben einigen anderen sehr alten Bäumen stehende Urwelt-Mammutbaum ist nach unserer Information bereits zur kurzfristigen Fällung vorgesehen, zugunsten einer geplanten Tiefgarageneinfahrt. Der Baum steht auf der roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Der Urwelt-Mammutbaum ist ein lebendes Fossil. Die Gattung Metasequoia glyptostroboides hat es aus der Kreidezeit zu uns geschafft, bis zu ihrer Entdeckung im vorigen Jahrhundert hatte man geglaubt, sie sei ausgestorben.

      Herr Teichert hat sich mehrfach in Sitzungen des Planungsausschusses zur Bedeutung der der Wagner-Villa umgebenden parkähnlichen Anlage geäußert und hat den Wert der Umlagen und des besonderen Baumbestandes sowie seine Schützenswertigkeit wieder und wieder hervorgehoben. Gleichlautend hat sich das Denkmalpflegeamt in Münster seinerzeit geäußert.
      Es war bisher nicht bekannt, das sich auch ein Baum dieser bedrohten Gattung auf dem Wagner-Gelände befindet.

      Die Stadt Plettenberg wollte Bäume mit einem Stammumfang ab 1,60 m in ihre Baumsatzung aufnehmen, um sie zu schützen.
      Leider scheint man an diesem Baum bisher vorbeigegangen zu sein:

      Dem Urwelt-Mammutbaum auf dem Wagner-Gelände gilt wegen seiner Gattung eine ganz besondere Ehrfurcht. Darüberhinaus beträgt sein Stammumfang, gemessen in einem Meter Höhe ca. 3,00 Meter.

      Wir fordern Sie hiermit auf, Ihrer als Stadtoberhaupt besonderen Verantwortung genüge zu tun, um mit dem Geschäftsführer der Eigentümerin, des Unternehmens GWU, Herrn Eckmann, sowie mit dem Landesstrassenbauamt in Kontakt zu treten und nach dem jetzigen Bekanntwerden unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz des Baumbestandes unbürokratisch und schnell zu zu gewährleisten.

      Es genügt, die Tiefgarageneinfahrt ein paar Meter weiter zu verschieben, da der Baumbestand somit ohne Not erhalten werden kann. Hier ist einzig guter Wille gefragt.

      Wir gehen davon aus, dass eine kurzfristig angesetzte Baumfällung, wie sie etwa bei der Böddinghauser Eiche frühmorgens um fünf bewußt vorgenommen wurde, aufgrund Ihrer persönlichen Verantwortung zu verhindern sein wird.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Karin Gutschlag
      Vorsitzende des Vorstandes des Gemeinnützigen
      Fördervereins für Denkmalpflege Plettenberg e.V.

      Helmut Teichert
      2.Vorsitzender
      Nun haben wir schon eine ganz fixe Antwort des Bm erhalten und damit dürfte der weitere Gang der Dinge vorgezeichnet sein:
      Gutschlag, Teichert und der Denkmalverein reden mal wieder ‘Quatsch‘, der Baum ist nur ‘Dutzendware‘, deshalb Baum ab und dafür dann die Tiefgarageneinfahrt, wie geplant. Übrigens, besonders bemerkenswert: Bm Müller bezieht sich u.a. auf Stuttgart 21. Alles andere an Stuttgart 21 lehnt er natürlich ab. Also die Perspektiven werden geradeso wie (immer) gewählt, so wie es gerade passt, der Rest wird ausgeblended.

      Die Motorsägen werden schon gewetzt und geölt sein.


      Am 13 Aug 2014 15:16 schrieb BM Müller:

      Sehr geehrte Frau Gutschlag,

      Dies können wir gerne tun, wenn unsere Recherchen zum Schutzwert an sich abgeschlossen sind. Mein Vorzimmer hilft Ihnen bei einer Terminfindung. Nach einem ersten "googeln" möchte ich an dieser Stelle aber nicht von einer botanischen Besonderheit sprechen, da dieser Baum nach seiner Entdeckung den Weg in die Welt gefunden hat und in vielen Baumschulen für kleines Geld erworben werden kann. Seine beschränkte Ausbreitung im urbanen Raum dürfte er seiner zu erwartenden Größe von mind 35 m ( bis 50 m offenbar möglich) verdanken. So dass er eher in Parkbereichen anzutreffen ist, z. B. Insel Mainau und Schlossgarten in Stuttgart. Hier wurden die. Bäume von Naturschutzaktivisten nicht als unbedingt schützenswert eingestuft! Warten wir aber die weiteren und damit genaueren Recherchen ab.

      MfG

      Klaus Müller
      Bürgermeister der Stadt Plettenberg

      Hinweis: diese Mitteilung wurde von einem i-Phone gesendet!


      Am 13.08.2014 um 14:52 schrieb "karin.gutschlag:

      Sehr geehrter Herr Bürgermeister Müller,

      es wäre schön, wenn wir kurzfristig einen gemeinsamen Termin mit dem Vertreter der Eigentümerin und den Vertretern des Bauamtes und des Ordnungsamtes finden könnten, um uns diese botanische Besonderheit anzusehen.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Karin Gutschlag u. Helmut Teichert


      Am 13. 8. 2014 14:11 schrieb Bm Müller:

      Sehr geehrte Frau Gutschlag,

      Ich bestätige Ihnen den Eingang Ihrer E-Mail von 13.55 Uhr. Mit gleicher Post und bereits vorangegangenem Telefonat habe ich das GWU als Bauherin von den von Ihnen geschilderten Umständen in Kenntnis gesetzt.

      Die geschilderten Umstände um den Urwelt-Mammutbaum und die von Ihnen postulierte Schützenwertigkeit sind mir wie Ihnen in dieser Form neu. Selbstverständlich werden wir die Einzelheiten prüfen, um vor einer Fällung eine Grundlage in die eine oder andere Entscheidungsrichtung zu finden.

      Mit freundlichen Grüßen


      Klaus Müller

      Bürgermeister der Stadt Plettenberg

      Mammut Baum e V.

      Das Stadtgespräch berichtet heute, dass sich nun auch der bundesweite Projektverein Mammutbaum eingeschaltet und sich ebenfalls mit einem Schreiben an BM Müller gewandt hat.
      Das Schreiben des Projektvereins Mammutbaum an Bm Müller wurde ebenfalls hier eingestellt.
      Aus dem Schreiben geht hervor, dass der Plettenberger Mammutbaum auf dem Wagnergelände im Mammut Baum Deutschland registriert ist.
      Und von der Verwaltungsspitze, im Stadtrat und bei der UWG wusste (angeblich) keiner bescheid.
      Wie so oft stellt sich die Frage: „Sad, bad, mad oder nur wieder bläd?“
      Hans Joachim Nieder der Vorsitzende des Projektvereins Mammutbaum appeliert nun an Bm Müller im Sinnes des Dankes der Nachwelt.
      Nun scheint Herr Nieder ‘unseren‘ Bm Müller nicht so gut zu kennen und mit ihm noch keine Erfahrungen der dritten Art gemacht zu haben, denn dann wüsste er, das Bm Müller der Dank der Nachwelt nicht nur völlig schnurz ist, sondern, das Bm Müller stets kontrintuitiv das macht, was ihm den Dank der nachwelt einbringen würde.

      Deshalb dürfte es dem geneigten Plettenberger Leser von sich aus einsichtig sein, wer oder was an Stelle des Mammutbaumes in Plettenberg baldigst abgesägt gehört.
      Files
      • Mammuntbaum.pdf

        (31.45 kB, downloaded 1,467 times, last: )

      Und die Grünen in Plettenberg? Und die Urteilsneutralität des Bürgermeisters?

      Für das Grüne und damit u.a. den Mammut-Baum denkt man seien auch die Grünen zuständig, was sagen die zur ganzen Angelegenheit?
      Nichts.

      Übrigens soll ‘unser‘ Bm Müller seines Zeichens Anwalt vom Stapel gelassen, er könnte ja auch Richter geworden sein. Stimmt? Warum nicht, dann wäre Pletenberg wenigstens dieser Bürgermiester erspart geblieben. Aber, was will er uns mit dieser Werbesendung sagen, dass er nun Urteile gegen die Bürger anstrengen will oder dass er uns alle (zumindest einige Plettenberger) (hin-)richten (oder verurteilen) könnte, wenn er Richter geworden wäre, sowie er jetzt den Mammut-Baum zum Tode verurteilen kann? Obendrein sollte er (der Bürgermeister nicht der Baum), wenn er vom Richteramt träumt, dann doch auch konsequenter Weise auch gleich mit seinem virtuell-ehemaligen Amtskollegen Schill (Richter Gnadenlos) in den Promi Big Brother Container einrückt sein sollen. Das wäre ein ganz ansehnlicher Prozess, allerdings für Schill mit vertauschten Rollen, denn nun urteilt seinen ehemalige Klientel, das Fernsehpräkariat über den ehemaligen Richter Sch(r)ill.
      Das wird zumindest nächstes Jahr bei der Bürgermeisterwahl in Plettenberg auch der Fall sein. Bei der Bürgermeisterwahl urteilt ja das Volk, also die Plettenberger direkt über unseren Klaus Müller und seine Politik. Nun wird die SPD sollte Müller doch noch mal antreten, alles mobilisieren, was ein Kreuzel machen kann.
      Aber, in einigen Nachbargemeinden sind da aus Sicht des jeweiligen demokratischen Fürsten dumme Überraschungen passiert.
      Deshalb würde ich dringend für eine Abänderung der dierkten Bürgermeister-Wahl durch die Bürger plädieren, damit solche blöden Überraschungen zukünftig nicht mehr passieren können.

      Übrigens zum Thema Unabhängigkeit beim Urteil, also der richterlichen Neutrlität sei bemerkt, Klaus Müller ist im Vorstand der GWU. Die GWU wäre mit ihrer Tiefgarage die Begünstigte, wenn der Mammut-Baum abgesägt würde. Deshalb wird es besonders spannend, wie unter diesen Umständen die ganze Baumnummer ablaufen wird.