Sad, Bad, Mad oder Bläd? Zur (neuen) politischen Atmosphäre in Plettenberg

      Sad, Bad, Mad oder Bläd? Zur (neuen) politischen Atmosphäre in Plettenberg

      Come gather 'round people
      Wherever you roam
      And admit that the waters
      Around you have grown
      And accept it that soon
      You'll be drenched to the bone.
      If your time to you
      Is worth savin'
      Then you better start swimmin'
      Or you'll sink like a stone
      For the times they are a-changin'.
      Bob Dylan, The Times They are Changing, 1964

      Angst ist nicht real.
      Angst ist eine Entscheidung.
      Will Smith

      In den folgende Zeilen liefere ich eine Analyse der aktuell veränderten Kräfte- und Atmosphärenverschiebungen in der Plettenberger Politik, die mit einigen Begrifflichkeiten aus den Gesundheitswissenschaften als sinnstiftend-erhellendem Hintergrund kombiniert sind. Es sind vielfältige Links mit Hintergrundinformationen eingefügt. Die Analyse gliedert sich in drei Teile. Der geneigte Leser kann gerne mit dem zweiten oder dritten Teil anfangen, da geht es dann gleich bzgl. Plettenberg zur Sache.
      Wer zum Lesen längerer zusammenhängender Texten nicht in der Lage oder wem das zu anstrengend ist oder zu lange dauert, sollte Tatort schauen, die Bildzeitung oder das Süderländer lesen. Das strengt nicht so an, geht schneller, aber bringt auch weniger neue Sichtweisen, Erkenntnisse und Zusammenhangsvermutungen.
      Zunehmend mehr Plettenberger verzichten auf ihre Ängste und entscheiden sich anders. Diesen Neuentscheidungen wieso, weshalb, warum wird hier auf den Grund gegangen.

      Teil I
      Eine ziemlich schnelle (theoretische) Einführung in die Gesundheitswissenschaften
      Es sei zunächst erlaubt, schnell einige Begrifflichkeiten zu definieren, die später zur weiteren Analyse notwendig sind.

      In der lösungsorientierten Kurzzeittherapie, die sich auf den amerikanischen Hypnotherapeuten Milton Erickson bezieht, gibt es ein (zugegebenermaßen etw. populistisches und schlichtes) Schnelldiagnoseschema. Man stellt sich die Frage, welche Ursachen, Motive, Traumata oder Interessen liegen einem allgemeinen Verhalten(smuster) und/oder einer Verhaltensstörung oder einer Symptomatik zu Grunde?
      Hier wird zwischen den vier Kategorien sad, bad, mad oder bläd unterschieden.

      Ist der Klient so
      sad, also traurig, depressiv, ausgebrannt. Ist z.B. ein naher Angehöriger gestorben? Ist der Klient überarbeitet? Gibt es eine chronische Überforderung und/oder Stress? etc.. Muss er psychopharmakologisch behandelt werden? Antidepressiva ?
      bad, also böse. Woher rühren seine Bosheiten oder seine Bösartigkeit? Wem will er schaden? An wem will er sich rächen? etc.
      mad, also verrückt. Woher rühren die Verrückheiten, Irrationalitäten? Sind sie genetisch, erblich oder durch die Umwelt verursacht? Muß er psychopharmakologisch behandelt werden? Antipsychotika ?
      bläd, also dumm. Ist er so dumm oder ist er sogar so schlau, dass er sich nur dumm stellt? Daniela-Katzenberger-Syndrom, etc.. Hier gilt leider die alte Weisheit DBDDAHKPUKAM. (DoofbleibtDoof ...)

      Natürlich kann man sich auch jede Menge Mischsymptomatiken vorstellen z.B.:
      - Jemand ist vor Schmerz über den Verlust eines Angehörigen wahnsinnig geworden. oder
      - Jemand ist wirklich so bläd, dass er verrückte Sachen anstellt, oder
      - Jemand ist so bös oder auch machthungrig, dass er aus lauter Bosheit blöde Sachen macht usw. usw.
      Prognostisch sind Kombinationen aus bad und mad nicht besonders günstig zu beurteilen.

      Dieses Schnelldiagnosemodell ist allerdings störungs-, krankeits- oder defizit- und eben nicht salutogenese- also gesundheits- oder prophylaxe- also vorsorge- oder ressourcenorientiert. Es sei am Rande kurz erwähnt: Männer neigen eher zur Reparaturmedizin, Frauen eher zur Vorsorgemedizin. Da Politik (so auch in Plettenberg) vorwiegend von Männer bertrieben wird, geht es in der Politik nicht besonders gesundheitsbewusst zur Sache. Viele Politiker sind bspw. übergewichtig. Über den Bundestag wird schon lange und immer wieder gemunkelt, dass es sich auch um eine Berliner Zweigstelle eines Trinkbetriebes der anonymen Alkoholiker oder mehr handeln könnte. Whisky Willi war wenigstens noch legendär.

      Salutogenese oder Bedingungen für langfristige Gesundheit
      In der Salutogenese, also der gesundheitswissenschaftlichen Vorsorgemedizin stellt man sich die umgekehrte Frage:
      Unter welchen (auch schwierigen) Bedingungen bleibt ein Organismus oder ein Mensch möglichst lange gesund?
      Der amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky, der Begründer des Salutogenesemodells, hat für langfristige Gesundheit drei Faktoren isoliert:
      Verstehbarkeit: Jemand muss das, was um ihm herum passiert, verstehen und einordnen können.
      Handhabbarkeit: Jemand braucht das Gefühl, dass er sein Leben aktiv beeinflussen und steuern kann.
      Sinnhaftigkeit: Jemand muss das Gefühl haben, dass das, was er macht oder ihm widerfährt, Sinn ergibt.

      Diese drei Komponenten vereinigen sich in einer vierten Kategorie, dem sog. Kohärenzgefühl. Das Kohärenzgefühl entsteht dadurch, dass Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftig mit der jeweiligen Lebensgeschichte zu einem praktikablen Lebensentwurf, zu einer Identität, verschmolzen wird und neue Lebensereignisse oder -bedigungen in den Lebensentwurf (positiv) integriert werden können.

      Schönwetterpiloten und Leichtmatrosen versus sturmerprobte Vollmatrosen und Seeleute
      Bei schönem Wetter und guten Bedigungen können alle Leichtmatrosen erfolgreich segeln, das ist keine Kunst. Aber bei Sturm, bei strengen Prüfungen unter verschärften und/oder chronischen Stressbedigungen trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Erst da erweist es sich, wer genügend resilient (rücksprungelastisch) ist. Wer hat die notwendige oder geforderte neuronale und mentale Plastizität, die es erlaubt, sich schnell, klug und erfolgreich an die jeweiligen widrigen Umstände anzupassen und dabei (nicht als ‘linke Bazille' sein Fähnchen in den Wind zu hängen, sondern) sein Kohärenzgefühl, seinen Biographieentwurf, seine Lebenswelt sowohl (durch Einstellungs- und Verhaltensänderungen) aufrecht zu erhalten. Also, wie gestaltet sich das Verhältnis von Identität und Wandel von Beharrung und Veränderung bzw. wie wird das auf einem neuem Niveau kohärent integriert? Ohne dass es nur zu „The same confusion on a higher level“, also „mehr desselben“ führt.

      Elastische Rücksprungfähigkeit = Resilienz oder Hardiness
      Da das Leben eine ständige Herausforderung und Anpassung an widrige Umstände ist, wird das Kohärenzgefühl ständig von allen Seiten bedrängt und herausgefordert. Ein Mensch muss eben deshalb die Fähigkeit zur Resilienz oder Hardiness (Widerstandsfähigkeit) haben. Man könnte gleichnishaft sagen, wenn einem ständig die Karosserie verbeult wird, ist man solange resilient, wie sie selbstheilend in ihre Ausgangsform zurückspringt. Wird die Resilienz zu häufig oder zu lange beansprucht, verliert sie ihre Plastizität. In der Werkstoffprüfung wird das als Ermüdungsbruch bezeichnet. (Der berühmte Frosch im Blech des Karroseriespenglers.) Angst, Depression und Stress sind keine gute Bedingungsfaktoren für nachhaltige Resilienzentwicklung, sondern sind eher Verhinderer von Elastizität und Plastizität. Das weiche Wasser bricht früher oder später jeden den harten Stein.
      Ein Beispiel, wenn sich der Plettenberger ständig über das My-Center aufregt, dann ermüdet das auf die Dauer den hartleibigsten Politiker. Zuerst gehen ihm die Nerven durch und irgendwann wird er durch den chronischen Stress Fehler machen und dann krank. Er ist durch und/oder hat einen Burnout. Natürlich gilt umgekehrt das Gleiche für die Gegner des My-Centers.
      Es geht um das alte Loriot-Spiel in der Badewanne mit Dr. Klöbner und Müller-Lüdenscheid, wer kann länger?

      Psychoneuroimmunologie
      Es kommt noch eine kleine Komplikation hinzu. Nämlich, wie beeinflussen sich Geist und Körper, Psyche und Physis wechselseitig? Noch vor wenigen Jahren nannte sich diese Fachgebiet Psychosomatik, also der Einfluss der Psyche auf den Körper, das Soma. Aber die Psychosomatik wurde in der naturwissenschaftlich orientierten Schulmedizin häufig als windiges Fachgebiet denunziert (Kann man alles glauben, oder eben auch nicht? Ist was dran oder eingebildeter Quatsch, je nach Einstellung des Arztes).
      Heute weiß man über diese Zusammenhänge empirisch viel besser Bescheid und die Psychosomatik hat sich u.a. zur Psychoneuroimmunologie gewandelt. Also, die Frage, wie wird das Immunsystem als das zentrale Trägersystem zur Gesunderhaltung durch den Geist beeinflusst und auf welchen körperlichen Ebenen spielen sich diese Wechselwirkungen neurophysiologisch ab und wie wirkt das auf die (gute) Laune und die Nerven zurück, ist heute eine unabweisbare wissenschaftliche Tatsache.

      Unter erschwerten Bedingungen (chronischem Stress, widrigen Umständen, Widerstand, Sturm, strengen Prüfungen usw.) gibt es grundsätzlich zwei Strategien bzw. Verhaltensweisen:
      Man schottet sich von Information ab, man steckt den Kopf in den Sand, also Augen zu und durch, wie es Horst Hassel kommentiert hat, also Komplexität wird reduziert.
      Oder,
      man nimmt flexibel neue Information und Möglichkeiten zur Kenntnis, integriert sie in das Kohärenzgefühl und verändert etwas, die Komplexität wird erhöht. Es gibt mehr unentscheidbare und komplexe Fragen, als einfache Antworten und darüber wird diskutiert und nach Lösungen gesucht.
      Diese beiden Schlüsselstrategien entsprechenden den sozialpsycholgisch abgesicherten Persönlichkeits-Konstrukten Repressor (Neu-Informationsverweigerer) und Sentiziser (Neu-Informationssucher).


      Teil II
      Zur Praxis in Plettenberg

      Soweit der kleine theoretische Schnellexkurs in Gesundheitswissenschaften. Nun geht es um die praktische Anwendung des gerade Gehörten auf die Plettenberger Politik und die Befürworter und Gegner des My-Centrums. Und erst jetzt wird es einigermaßen kompliziert, denn in der Praxis ist die Umsetzung des Kohärenzgefühls und die Herstellung von Resilienz ein ziemlich knifflige Sache. Das ist alles einfacher gesagt, als in die tägliche Praxis umgesetzt.

      Stadt in Angst von John Sturges 1955
      Noch bis vor ganz kurzer Zeit war Plettenberg eine Stadt in Angst, so wie es in dem amerikanischen Spielfilm von John Sturges aus dem Jahr 1955 mit Spencer Tracy trefflich geschildert wird. John J. Macreedy alias Spencer Tracy versucht in einer Kleinstadt nach dem Angriff auf Pearl Harbour, das Verschwinden des Japaners Kamoko (Symbol des Fremden, der stigmatisierten Sündenbockes) aufzuklären. In dieser Kleinstadt steckt eine herrschende Clique, die Kamoko durch Lynchjustiz ermordet und sein Haus abgefackelt hat, unter einer Vertuschungsdecke. Diese Clique bedroht alle Mitbürger, die Spencer Tracy Informationen zur Aufklärung geben wollen und auch Spencer Tracy wird ziemlich saftig eingeschüchtert und massiv bedroht. Am Ende gibt es insofern ein Hollywood-Happy-End, als die Mordbrenner enttarnt und der gerechten Strafe zugeführt werden.
      In dieser meisterhaften Sozialstudie eines massiv repressiven Kleinstadtmilleus wird sehr deutlich gezeigt, wie es lange Zeit durch Angst, Bedrohung und Repression gelingt, depressive Angepasstheit durchzusetzen und jegliche positive Atmosphäre, jede Solidarisierung und Emanzipation durch dieses Klima der Angst in Schach zu halten. Erst als es die herrschende Clique zu ‘bunt‘ treibt und weiteres Unrecht inszeniert, bildet sich mit Hilfe des unbeugsamen Attraktors Tracy ein Zellkern der Rebellion.

      Mittlerweile haben sich die Verhältnisse auch in Plettenberg umgekehrt, jetzt ist nicht mehr der Plettenberger in schweigender Angst vor der Politik, sondern die politische Klasse vor dem Plettenberger. Es hat einen turning, ein tipping point gegeben. In Stuttgart musste Mappus plötzlich gehen und sein früheres politische Tun wird heute juristisch verfolgt. Er glaubt das bis heute immer noch nicht. Ich halte die Schnauze, weil ich demnächst einen Bauantrag stellen muss, ist einem hoffentlich wählen die mich noch gewichen und dieser neue Mut hängt nicht nur mit der baldigen Wahl zusammen, sondern hier hat sich etwas Grundsätzliches umgekehrt.

      The Turning Point
      Eines der berühmtesten Alben der R&B Musik ist The Turnig Point 1969 von John Mayall. Ein sehr politisches Blues-Album ohne Schlagzeug. Eine Art Vorläufer der heutigen unplugged Alben. Mayall wollte damit u.a. den Tipping Point oder qualitativen Umschlagpunkt in der Bürgerrechtsbewegung und der Studentenbewegung musikalisch adressieren. Es war ein politisches Ermutigungsalbum (Glück auf der Steiger kommt). Gemeinsamer Nenner dieser Bewegungen war der zivile Ungehorsam (siehe Rebellienz) Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt oder Ungehorsam als Überlebensstrategie. Zumindest in der R&B Musik war nach dem Album einges anders als vorher.
      Als Beispiel, in vielen anderen Städten (z.B. Lage, Horb und Reutlingen und vermutlich noch weitere) hat die Politik reagiert und die Sepa Projekte wurden gestoppt und zur Überprüfung an die entsprechenden Ausschüsse zurück delegiert. In Plettenberg ist das alles leider eben nicht so. Der Preis dafür in der politischen Klasse ist chronischer Stress und sich weiter verstärkender Druck aus der Bevölkerung. Und das soll der Rat erst letzte Woche von der Sepa gehört haben und vorher nix von den Insolvenzen gewusst haben? Und wenn es so wäre (was keiner mehr glaubt), was ist die Sepa dann für ein windiger und verlogener Geschäftspartner? Das soll normal sein, und daran wollen SPDCDUUWG unbeirrt festhalten?
      Sind die im Stadtrat nur noch sad, bad, mad oder bläd, fragt sich der normale Plettenberger.

      Neue Elemente und Attraktoren kommen im Plettenberger Polit-Spiel zum Zuge
      A. Der Denkmalverein ein erster Attraktor gegen das My-Center
      Durch die beharrliche Gegnerschaft des Denkmalsvereins hat sich ein zwar finanziell und personell schwacher und im Vorgehen bisher vorsichtig defensiver, aber ein äußerst engagierter, kompetenter, beharrlicher und ausdauernder Attraktor gebildet.

      B. Ständige Aktivitäten des Attraktors Denkmalverein
      Dieser Attraktor und sein Personal nimmt an allen wichtigen Versammlungen und Organen der befürwortenden Verwaltung teilt und organisiert gleichzeitg eigene Gegenveranstaltungen.

      C. Schaffung einer kontrolllierbaren Gegenöffentlichkeit
      Durch das Internet haben sich mehrere Seiten über Facebook, das Forum zukunft-plettenberg.de, die Online-Zeitung Stadtgespräch, E-Mail und Telefon-Ketten, eine neue politische Partei AfD usw. ein buntes Spektrum einer unkontrollierbaren Gegenöffentlichkeit gebildet. Diese Gegenöffentlichkeit tauscht sich aus, sammelt, verdichtet Informationen und (meta-)kommentiert und kritisiert durch Wort, Schrift, Verhalten und Aktionen die Plettenberger Politik. Die Aktionen der verschieden Akteure der Gegenöffentlichkeit verstärken sich multiplikativ und werden dadurch in ihrer Wirkung spürbar für die Ratspolitiker.

      D. Insolvenz des favorisierten Investors Sepa und die Investitionszusage der Rendita Colonia
      Durch die Insolvenzen des favorisierten Investors Sepa wird die gesamte ökonomische Fragwürdigkeit des My-Center sichtbar, zumal plötzlich das Engagement der Rendita Colonia durch den Attraktor Denkmalverein ins Spiel gebracht wurde. Dadurch wurden weitere Ungereimtheiten und Lügen der etablierten Politik sichtbar.
      Eleganterweise hat die Rendita Colonia das alte Centrum am Maiplatz Mai-Center genannt und macht schon durch diese Namensgebung die Pläne für das My-Center lächerlich.

      E. Fehlerhäufung der etablierten Politk durch zunehmende Angst und chronischen Stress
      Lag die Angst bisher auf Seiten der Bürger, so haben sich die Angstverhältnisse in den letzten Wochen spürbar umgekehrt. Die etablierte Politik ist von der völligen Umkehrung der Stimmung und Kräfteverhältnisse (gerade vor der Wahl) völlig gestresst und aus dem Tritt geraten. Ihre Resielleinz kollabiert, sie wird als zunehmend aggressiv, hilflos und lächerlicher Popanz entlarvt, dem die Kontrolle vollständig entglitten ist. Anstelle von mentaler Plastizität ist eine Bunkermentalität des Einigels eingetreten und die Fehler der etablierten Politik häufen sich.
      Wenn sich in anderen Städten die Sepa-Projekte auf Grund der nun geforderten oder angesetzten Überprüfungen weiter verzögern, dann wird die Schieflage der Sepa wahrscheinlich und hoffentlich bald weiter zunehmen. Dadurch wird sich die Lage auch in Plettenberg für die Befürworter weiter verschärfen, der Druck wird sich erhöhen. Täglich fragen sich mehr Plettenberger, was machen die da: Sad,bad, mad oder bläd?

      F. Verflüssigung der bisherigen Betonfraktion im etablierten Parteienspektrum
      Die AfD ist eine Bedrohung für die CDU, die FDP und die Protestwähler unter den Grünen. Sie fordert ganz eindeutig eine Politik der Bürgerentscheide bei wichtigen Projekten wie dem My-Center. Die FDP und die Grünen sind aus der bisherigen Betonfraktion der My-Center Befürworter ausgeschert.
      Auch treue Stammwähler von SPDCDUUWG werden von Zweifeln an ihren Parteien befallen und machen ihren Altforderen gewaltig Dampf unterm Kessel.
      Deshalb fürchten SPDCDUUWGFDP und Grüne Wechsel- und Protestwähler und entwickelt massive Ängste bzgl. steigender wankelmütiger Unsicherheiten bei ihrer bisher scheinbar unerschütterlichen Stammwählerschaft.

      G. Neue (klammheimliche) Sympathisanten aus bürgerlichen Kreisen
      Die Faktoren A. bis F. wirken als Meinungsmultiplikatoren und bleiben in weiteren bisher distanzierten oder neutralen bürgerlichen Kreisen nicht ohne Wirkung. Es gibt klammheimliche oder offene Sympathiekundgebungen bisher unbeteiligter oder neutraler Kreise (siehe z.B. Leserbrief). Die eingeigelte Betonfraktion und das zunehmend irrationale und bizarre Verhalten des Bm und der Politik wird nicht länger widerspruchslos toleriert. Immer mehr Bürger haben die Schnauze voll bis hinten hin und machen ihrem Unmut (mittlerweile auch öffentlich) Luft und sehen als Kernkompetenz der etablierten Plettenberger Politik nur noch deren Inkompetenz.


      Teil III
      Die Veränderung der politischen Atmosphäre in Plettenberg
      Oder wie sich weiche Faktoren zu harten Tatsachen wandeln


      Eisenbieger- und Schmiedestadt Plettenberg
      Weiche Faktoren werden in der Schmiedestadt Plettenberg aus einem antimodernen, autoritär-rückwärtsgewandten Reflex mal schnell als Dünnschiss aus der (‘schwulen‘) Warmduscherecke abgetan und zu stigmatisieren (brandmarken) versucht. Nach dem Motto: Son Scheiss brauchen harte Kerle wie wir in Plettenberg nicht. Nicht die Umstände sind verrückt, sondern die, die dagegen protestieren.
      Es gibt in Plettenberg eine bewährte und erfolgreiche Form auf die Materie einzuwirken, man kloppt solange auf Eisen bis es heiss und rotglühend wird oder man feilt so lange dran herum bis es die Form angenomen hat, die man haben wollte (Dreherei im mehrfachen Sinne des Wortes).
      Diese (in der Industrie erfolgreichen Strategien) werden in Plettenberg auch mal gerne auf den sozialen Umgang übertragen und wurden bis vor kurzem als einzig mögliche Interaktionsform bei politischem Widerstand favorisiert. Wenn dann noch mentale Brandbeschleuniger dazu kommen (z.B. Alkohol), dann haben wir alle Bestandteile für eine ex- oder implosive Lage beisammen.
      Bspw. war die Prügelpädagogik bis weit in die 60-er Jahre noch gesetzlich erlaubt und wurde auch gerne praktiziert.
      (Wen man liebt, züchtigt man und son Käse.)

      Doppelte Lesart der Konflikte um das Schmiedemuseum
      Aus diesem Grunde darf man die Kontroversen um das Schmiedemuseum auf der tiefenstrukturellen Ebene auch doppelt lesen und als symbolische Auseinandersetzungen um überkommene oder neue Beziehungsangebote zwischen Politk und Bevölkerung verstehen. Abgesehen von den Folgekosten ist der Plettenberger vieleicht dem Schmiedemuseum gegenüber gar nicht so abgeneigt. Der Plettenberger ist (völlig zurecht) stolz auf seine jahrhundertelangen Kernkompetenzen in der Eisenbearbeitung und Verformung. Aber die Plettenberger haben die Schnauze (bis oben hin) gestrichen davon voll, diese Methoden als chronisches- und einziges Beziehungsangebot von SPDCDUUWG täglich über den Kopp gekloppt zu bekommen. Sie wenden sich in Entsetzen ab und fragen sich, ob die Politjungens noch zu retten oder nur sad, bad, mad oder nur bloß bläd sind?

      Harte Kerls und weiche Birnen
      Neuronale und mentale Plastizität sind heute übrigens die Ausbildungsziele aller modernen Eliteverbände in militärischen wie in zivilen Sektoren. Die Einstellungen der harten Kerle mit den weichen Birnen (die alten Nazi Sprüche, Was uns nicht umbringt, macht uns härter) ist mit den Anforderungen modernen Eliteverbände schon lang nicht mehr vereinbar. Die vermeintlich ‘harten‘ Kerls, die sich heute noch mit Härteprofilen von anno dunnemals brüsten wollen, überstehen heute weder bei den Navy Seals, den Ledernacken, der Fremdenlegion, den Einzelkämpfern, dem KSK, den Kampfschwimmern, der GSG 9 oder im nächsten Firmenvorstand die Aufnahmeprüfungen.
      (Nietzsche prägte dafür den ambigen Begriff Übermensch, und der ist laut Nietzsche bekanntlich längst tot.)
      In (US) Fernsehserien oder Spielfilmen z.B. vom/n A-Team, Colt Seavers, Magnum, Mac Gyver, Mission Impossible (I-III), Indiana Jones oder Crocodile Dundee (I-II) wurden diese neuen Anforderungen und andere Fasson der Resilienzplastizität filmisch schon relativ frühzeitig pointiert oder persifliert.

      Die politischen Leichtmatrosen in Plettenberg teilen die überholten Einstellungsprofile der harten Kerls mit den weichen Birnen und haben den Zeitpunkt verpasst, veränderungswillig und bereit auf die Plettenberger zuzugehen. SPDCDUUWG sind zu selbsternannten Geiseln ihrer eigenen Pläne und Ziele geworden.

      Die Pflege des psychoneurologischen Immunsystems
      Psychoneuroimmunologisch geht es für die Gegner (also uns) darum, wie wir unsere Antifragilität durch Rebellienz (Rebellion und Resilienz) optimieren und die Resilienz der Befürworter dadurch langsam, aber stetig weiter geschwächt wird. Jede Protestaktion von den Gegnern muss die eigene Antifragilität festigen.
      Die Befürworter sind u.a. deshalb so genervt und aggressiv, weil sie nie mit einem solch hinhaltenden und erfolgreichen Widerstand gerechnet hatten. Sie haben geglaubt, dass sie wie früher (oder bisher immer) in Plettenberg leichtes Spiel haben würden. Allein die Tatsache, dass das nun genau nicht so ist, macht sie fix und fox(i)teufelswild. Sie haben keinerlei Verhaltensweisen und keinen Plan B, um Bürgern, die nicht mehr mitspielen wollen, kooperative Beziehungsangebote zu machen. Ihnen gehen immer öfter die Nerven durch.

      Psychoneurologische ‚Immunität‘ (gute Nerven behalten) entsteht unter anderem dadurch, dass man aus der ‚tiefen‘ inkorporierten, wohlberechtigten Gewissheit handelt, das Richtige zu tun und dafür die rationalen Argumente und emotionale Haltung integriert und beisammen hat (intaktes Kohärenzgefühl) und diese in einer Gemeinschaft teilen und gegen eine (übermächtige) Gegnerschaft erfolgreich verteidigen oder als auf die Dauer Leitatmosphäre sogar durchsetzen kann (z.B. durch Grooming).
      Das bedeutet allerdings keine informationsresistente Abschottung und Bunkermentalität, ganz im Gegenteil, sondern selbst- und kontextachtsame Offenheit mit good vibrations oder gute Laune unter netten Leuten und eben nicht warmes Bier in schlechter Gesellschaft bei verkohlten Würstchen, die mit blöden Witzen garniert werden. Diese quasi paradoxe Herstellung widersprüchlicher Anforderungen, wie Innen- und Außenwelt bezogene Offenheit und Integration, bei gleichzeitiger Immunität und Angriffslustigkeit ist kein ganz simples Unterfangen.
      Denn das öffentlich praktizierte Kohärenzgefühl kann in ziemliche Zwickmühlen führen. Unsere politischen Leichtmatrosen befinden sich dbzgl. z. Z. in einer unfreiwilligen Männerselbsterfahrungsgruppe, die sich SPDCDUUWG nennt und regelmäßige, aber vergeblche Selbsthilfetreffen im Rathaus abhält. Deshalb ist Authentizität oder einfacher gesagt Glaubwürdigkeit auch ein herausragender Wert bei der Bewertung von Politikern, und da sieht es (auch bundesweit) finster aus.

      Was sich in Plettenberg im Kleinen und durch die Verfassung geschützt als psychologischer ‘Bürgerkrieg‘ abspielt, wird bspw. in der Ukraine oder in Syrien unter kollabierten Verfassungsbedingungen als richtiger Bürgerkrieg durchgetaktet. Die Mechanismen sind die gleichen, die qualitativen Umstände sind Gott sei Dank andere. Der berühmteste Plettenberger Carl Schmitt hat diese Auseinandersetzungen mit seinem „Phänomen der ‚sozialen Gleichgewichtsstruktur zwischen Bürgern, Kapital und Staat" zu einer zentralen Frage seines umfangreichen Werks gemacht. Und in Plettenberg ist das soziale Gleichgewicht zwischen Politik, Kapital und Bürgerschaft aus den Fugen geraten.

      Bunkermentalität verstärkt Angst und Tunnelblick
      In dem Film Der Untergang von Oliver Hirschbiegel 2004 mit Bruno Ganz als Hitler wird die Untergangsstimmung im Berliner Führerbunker 1945 thematisiert. Für diese Atmosphäre in der Vorwegnahme des baldigen politischen Zusammenbruchs ist das Zusammenbrechen jeglicher Resilienz ein typisches Merkmal. Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit sind völlig abhanden gekommen. Es gibt kein Morgen mehr. Nach einem letzen Aufflammen von hektischer Betriebsamkeit und Agressivität sacken die ehemals Herrschenden wie die Muselmänner in den KZs apatisch und ängstlich getrieben in sich zusammen. Hitler begeht Selbstmord. In der Demokratie entspricht das dem Rücktritt.
      Die etablierte Plettenberger Politik ist jetzt noch in eine Phase hektisch-aggressiver Aktivität verstrickt und versucht krampfhaft, das Heft des Handels wieder in die Hand zu bekommen. Aber sie ist schon nicht mehr in der Lage, sich zu entspannen und reflexive Übersicht herzustellen. Sie ist zum getriebenen Opfer ihrer eigenen Zielkonstruktionen geworden. Die sich schneller und schneller werdenden neuen Ereignisse diktieren der Politik das Handeln und nicht mehr umgekehrt.

      Stigmatisierung als bis vor Kurzem bewährtes Verfahren der Angsteinpflanzung
      Angst und Einschüchterung sind bewährte Mittel, um diese Herstellung der psychoneurologischen Immunität im Keim zu ersticken. In der Herstellung dieser Einschüchterungs- und Angstatmosphäre versuchen sich deshalb SPDCDUUWG unter Beihilfe der Stigmatisierungsversuche der etablierten Printmedien 24, 7, 364, also Rock around the Clock. Alles was nicht in die Schublade passt und nicht brav mitspielt, wird durch anschnauzen versucht, wieder in Reih und Glied zu bekommen.
      Körperliche oder auch ‚nur’ seelische (Deprivation) Foltermethoden sind die maximalen und bewährten ‚Intervention‘ auf dem politischen Einschüchterungskontinuum.
      Die Plettenberger Politatmosphären waren (aber sind es seit kurzem nicht mehr) zwar abgemilderte, aber willenlich inszenierte Vorstufen davon. Damit ist es nun ziemlich vorbei.
      Wir alle erinnern uns mit großem Spaß an den Sketch von Loriots Die Nudel. Der männliche Teil eines Ehepaars erregt im Restaurant lächerliche Aufmerksamkeit, weil er mit einer Nudel in seinem Gesicht kämpft. Er will unbedingt sein Gesicht wahren und genau dadurch verliert er es.
      Bisher war es der Plettenberger Politik erfolgreich gelungen, allen Abweichlern, unangepassten (My-Center) Gegnern ihrer Politik dadurch zu stigmatisieren, indem sie Ihnen eine symbolische Nudel ins Gesicht geschrieben hatten. Was wollen diese Spinner? Ein kleiner und unwichtiger Haufen von Quatschköpfen, Querulanten, Krawallmachern und Irren. Und plötzlich findet sich die Skandal- und Krawallnudel in ihrem eigenen Gesicht wieder. Die Plettenberger Politk von SPDCDUUWG ist es gelungen, sich selbst zu stigmatisieren. Sie kann die veränderten Umwelt- und Kontextbedingungen nicht mehr richtig wahrnehmen, weil die selbstgesägten Bretter vor den eigenen Köpfen zu dick geworden sind. Da geht nix mehr raus und vor allem nix mehr rein.

      Flourishing als lebenswerte Gegenwelt
      Die neue Forschungsrichtung ‚Flourishing‘ beschäftigt sich mit der Förderung oder Herstellung einer konstruktiven Atmosphäre wachstumsorientierten Aufblühens und deren sozialer Verankerung. Die Verankerung dieser Atmosphären in der politischen Kultur gilt heute als ein ganz entscheidender Attraktor in der empirischen und evidenzbasierten Sozialforschung und der Gemeinwesenforschung und -bewertung. Die Plettenberger Politik ignoriert nicht nur diese Forschungsergebnisse, sondern hält sich diese Ignoranz, wie z.B. Heiko Hillert von der CDU als besonderen Kompetenzbeweis zu Gute und posaunt das auch noch (als Fan der Erfinder des Heißluftballons die Gebrüder Montgolfier) in die versammelte Bürgerschaft.
      Dieses Wissen um das Flourishing gehört heute längst zum kollektiven Unbewussten des (mündigen) Bürgers. An diesem impliziten Wissen wird heute das Auftreten und Verhalten von Politik gemessen. Deshalb erscheinen unsere Politiker angeführt Bm Müller, Schrader, Hillert, Salscheider usw. mit ihren mittlerweile chronischen Entgleisungen und Bürgerverängstigungsversuchen als lächerliche oder tragische Figuren. Shakespeare hat das in seinen Dramen immer wieder von allen Seiten genial beleuchtet, von Macbeth bis King Lear.
      Es wird den Bürgern bewusst, dass das von ihnen täglich gefordert wird und was sie selber täglich leisten, nämlich die Neuintegration ihres Kohärenzgefühls von der SPDCDUUWGFDP und Grünen in Ansätzen nicht mehr geleistet wird. Die Leute, die sie von ihren Steuern bezahlen, bringen nicht das zustande, was die Bürger selber täglich leisten. Und dadurch erscheinen die politischen Plettenberger Leichtmatrosen in ihrer unbeugsamen Starrheit plötzlich als das was sie sind, unwürdige, lächerliche bis tragische Figuren.

      Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Sinnhaftigkeit ihres politischen Tuns sind ihnen sichtlich abhanden gekommen. Flourishing, Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit der Plettenberger Politik, soweit darauf überhaupt je Hoffnungen bestanden hat, ist durch Sturheit, Autismus, Verkrampfung und Agressivität abgelöst worden. Wenn SPDCDUUWG die Insolvenz der Sepa jetzt den Bürgern als business as usual hinzustellen versucht, dann fragt sich der normale Plettenberger, sind sie jetzt sad, bad, mad, bläd oder alles zusammen oder in welchem Mischungsverhältnis. Nun mag es sogar noch sein, dass der SPDCDUUWG die Selbst-Verstehbarkeit, S[i]elbst-Handhabbarkeit, und Eigensinnhaftigkeit (hier wäre Eigensinnigkeit der bezeichnendere Begriff) ihres politischen Tuns[/i] gegeben ist, aber das werden nur noch wenige Plettenberger nachvollziehen oder gar teilen können; von Außen ist ein Kohärenzgefühl der Politik längst nicht mehr nachvollziehbar.
      Und eine besondere Kompetenz neuronaler und mentaler Plastizität wird hier ebenfalls nicht nachgewiesen. Die Herrschaften erscheinen in ihrer hektischen Verkrampftheit als das was sie sind. Sie können verhärtet nur noch so tun, als ob sie noch das Heft des Handelns in ihren Händen hielten, das ihnen in Wirklichkeit aber längst entglitten ist. Ihr Kohärenzgefühl hat die Konsistenz eines Emmentaler Käses angenommen. Dass der Emmentaler hauptsächlich aus Löchern besteht, weiß zumindest in der Volksabstimmungsdemokratie Helvetien jeder Vorschüler. Die Löcher im Emmentaler sind eigentlich sein Markenzeichen. Tragisch oder albern wird es nur, wenn ein Emmentaler Käse versucht, seine Löcher zu bemänteln und sich als Luxemburger Gouda anpreisen will, und die ‘Argumentationen‘ zum My-Center der politischen Leichtmatrosen in Plettenberg bestehen mittlerweile hauptsächlich aus Löchern.

      Der kleine Beitrg dieses Forums
      In der vorherigen Analyse gehörte dieses Forum zum Teil II C. Unkontrolllierbare Gegenöffentlichkeit.
      Mittlerweile haben die Befürworter des My-Centers dieses Forum wieder auf dem Kieker. Die Herren Schrader und Hillert haben mir ((vermutlich in einem BlackOut bzw. weil sie nervlich nicht mehr an sich halten konnten (mentale Enuresis)) en passant (unabhängig voneinander) ‚gestanden‘, dass sie das Forum regelmäßig (mit großem Missvergnügen bis Verärgerung) lesen. Dann kann es so schelcht nicht sein, was im Forum geboten wird. Jetzt müssten sie nur noch tun, was ihnen da angetragen und empfohlen wird, aber da mache ich mir (zumindest vor den Wahlen und wahrscheinlich auch hinterher) wenig(er) Illusionen.
      Diese ‚Geständnisse‘ und ihr Krawall auf den Wahlprüfsteinen sind indirekte Hinweise auf die bös gestresste psychische Tiefenstruktur der ‚Geständigen‘ und ihrer Söldner. Die weitere Situation muss sich erst weiter verschärfen, fürchte ich, von Einsicht vorerst keine Spur. Der entscheidende Unterschied ist aber jetzt, die Plettenberger lachen sich öffentlich und nicht mehr nur im Verborgenen krank über die Polittruppe und üben öffentlich und zunehmend laut Kritik.

      Kurzes Fazit zum bisherigen Anti-My-Center Kampf
      Insgesamt finde ich nach fast anderhalb Jahren Kampf gegen das My-Center die Erfolge doch ganz beachtlich. Es wurde mit bescheidenen finanziellen (und personellen) Mitteln mehr erreicht, als ich je erwartet hatte, aber das Ding ist noch lange nicht für (k)eine Seite gewonnen. Ich stelle mich auf sich weiter verhärtende Fronten und Kämpfe ein. Harte Kerls mit weichen Birnen, die sich freiwillig und willentlich (ohne erkennbare Not, es sei den es gibt noch bisher verborgene Variablen, Absprachen, Zusagen etc.) in selbstkonstruierte mentale und soziale Bunker eingeigelt haben, knackt‘ man sicher nicht durch verständnis- und respektvolle Worte.
      Es handelt sich hier um politische Machtkämpfe und Interessenskollisionen. Herr Schrader hat auf den Wahlprüfsteinen die Mär verbreiten wollen, es gäbe zum My-Center keine neuen Aspekte, alles sei bereits mehrfach gesagt, deshalb müsse jetzt Schluss mit den Diskussionen sein. Abgesehen von dem autoritären Beziehungsangebot: Plettenberger ab jetzt wieder mal den Kopf zu und das Maul halten und zurück ins Glied, ist dieser Käse rein inhaltlich unrichtiger denn je.
      Der gesamte Kontext und die gesamte politische Atmosphäre ist in Plettenberg ins Rutschen geraten und hat in den letzten Wochen die Kräfteverhältnisse erheblich zu Gunsten der Gegnerschaft verschoben.
      Hoffentlich wirkt sich das bei den Wahlen aus, damit die harten Kerls mit den weichen Birnen nicht nach der Wahl gleich wieder und weiter meinen sie hätten neue Legitimationen für alten Emmentaler Käse.

      SEPA EPA über alles. Mit allem nötigen Respekt Herr Bürgermeister Müller sowie Damen und Herren der Stadtverwaltung, aber wir denken, dass Sie Alle im höchsten Maße inkompetent sind. Angeblich haben Sie bis zum 08. Mai 2014 nichts von der Sepa Insolvenz g

      Mit allem nötigen Respekt Herr Bürgermeister Müller sowie Damen und Herren der Stadtverwaltung, aber wir denken, dass Sie Alle im höchsten Maße inkompetent sind.


      Angeblich haben Sie bis zum 08. Mai 2014 nichts von der Sepa Insolvenz gewusst, obwohl diese schon am 26. März 2014 beim Amtsgericht Stuttgart von der Sepa beantragt wurde. Wie blauäugig muss man denn in Zeiten
      des Internet sein, um die Bonität eines solchen "Partners" nicht zu überprüfen? Sie stellen sich ein Armutszeugnis aus, wenn Sie tatsächlich behaupten, nichts gewusst zu haben. Vor 9 Tagen bei der Podiums Diskussion des Denkmal Schutz Vereins wurden wir von Ihnen als Trittbrettfahrer bezeichnet, die vor der Wahl erhoffen einige Stimmen zu bekommen. Wie sieht Ihre Meinung jetzt aus? Sind wir noch immer Trittbrettfahrer? Oder sind wir Diejenigen, die mehr wussten als Sie, und dies auch gesagt haben. Herr Prof. Dr. Peter W. Gester hat ebenfalls
      darauf hingewiesen, dass mit der SEPA etwas nicht stimmt. Er wurde von unserem "Dorfschreiber" Herrn Aschauer Hundt als "Tiger im Käfig" bezeichnet.

      Aber das ist alles Schnee von gestern, und man soll uns nicht nachsagen, dass wir nachtragend sind. Wir sind allerdings kritisch und haben weiter recherchiert was es mit der SEPA EPA auf sich hat. Wir haben Ihre Hausaufgaben gemacht Herr Müller, und wir haben folgende Beiträge gefunden: Reutlingen und Berlin

      Ohne mit der Wimper zu zucken sagen Sie, dass die Änderung des Flächennutzungsplans und Bebauungsplans demokratisch legitimiert von Ihnen abgesegnet wird.

      Die Stadt, bzw. der Steuerzahler bezahlt ja schließlich. Genau so wie er die unsinigen Projekte "Schmiedemuseum" und "Fischbauchbogenbrücke" bezahlen wird. Dass Landesmittel auch aus Steuerzahlungen heraus geleistet werden, sollte jedem Menschen mit einem gesunden Menschenverstand klar sein.

      Es tut uns sehr leid, aber demokratisch legitimiert sieht in unseren Augen anders aus.

      Wir bestehen auf einer Bürgerbefragung zum My Center.


      Es grüßt www.afd-plettenberg.de


      KOMMENTAR (von Herrn Horst Hassel)


      Augen zu und durch!


      Einen Plan B nach der Sepa-Pleite gibt es nicht, also Augen zu und durch, schließlich ist in 14 Tagen Wahltag. Die in großer Zahl erschienene Bürgerschaft schien wie hypnotisiert, nur zwei Bürger wollten heute im Rat wissen, wann der Bürgermeister und die Ratsmitglieder eigentlich von der Sepa-Pleite erfahren haben. Offiziell am 8. Mai lautete die Antwort, die nicht der Bürgermeister, sondern CDU-Ratsherr Wolfgang Ising parat hatte. Derart betrogen und hintergangen reagieren Rat und Verwaltung konsequent: weiter mit Sepa, Sepa eine neue Chance!

      Von Ende März (Eröffnung des Insolvenzverfahrens) bis Anfang Mai hat Sepa also die Stadt an der Nase herumgeführt, tritt in Planungsausschuss und Bürgerversammlung als großer Investor auf, wohl wissend, dass längst der Konkursverwalter das Sagen hat. Die Reaktion heute von Rat und Verwaltung und zur Beruhigung der Bürger im Saal: Für das Plettenberger Projekt ist das ohne Bedeutung. Die Änderung von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan (den jetzt die Stadt bezahlt) werden wie selbstverständlich demokratisch legitimiert abgesegnet, zugleich wird versichert, dass dies keinerlei Auswirkungen auf irgendetwas hat . . .

      "Falls wider Erwarten Sepa das MyCenter nicht baut", scheinen Bürgermeister und die Ratsmehrheit ihren Traum immer noch nicht aufgeben zu wollen. Mehr als Träumen bleibt ihnen auch nicht, denn selbst der glühende MyCenter-Befürworter Wolfgang Schrader listete heute ein halbes Dutzend Versuche auf, Investoren für das Gelände zu finden. Immerhin, der Optimismus ist unverändert hoch.


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