Meine Vorhersagen auf der Veranstaltung Wahlprüfsteine

      Meine Vorhersagen auf der Veranstaltung Wahlprüfsteine

      Wie sich die Teilnehmer der „Wahlprüfsteine" erinnern mögen, hatte ich am Montagabend bei dieser Veranstaltung die Sepa auf Grund ihrer Bilanzform ökonomisch als sehr schwach aufgestellt und als eigentlich insolvent bezeichnet.
      Ferner hatte ich berichtet, dass in der Investorenszene (zu der ich auf Grund einer früheren beruflichen Phase ganz guten Zugang habe), sich die Fachleute vor Lachen auf die Schenkel klopfen, wenn das Gespräch auf die Pläne der Sepa in Plettenberg kommt.

      Bei Eis Sagui im Sommer 2013
      Im Sommer 2013 sollen die Scouts der verschiedenen Filialisten, (die sich firmenübergreifend bestens kennen und auch z.T. austauschen) am Ende ihrer Erkundungen bei Sagui ein Eis geschleckt haben und zu dem Schluss gekommen sein, dass das My-Center mit den projektierten Mietpreisen pro qm nicht realisierbar sei und die Sepa (trotz Niedrigzinsphase) zu schwach sei, um das My-Center Projekt zu in Plettenberg realistischen Mietkonditionen stemmen zu können. Da zu diesem Zeitpunkt der Rat und die Stadt noch völlig zweifelsfrei hinter den zukünftigen Sepa Pleitegeiern gestanden haben, sollen sich die Scouts über soviel realitätsfremde Fehleinschätzungen der Plettenberger Politk herzhaft krankgelacht haben.

      Was am Montag bei der Veranstaltung „Wahlprüfsteine" wirklich geschah
      All diese Informationen hatte ich am Montagabend bei den „Wahlprüpfsteinen" des Denkmalvereins deutlich erwähnt und wurde dafür von den Krawallbrüdern um Bm Müller niederpalavert.
      Das ist die politische Realität in Plettenberg und die praktizierte Form der SPDCDUUWG-Bürgerpartizipation. Niederbrüllen statt Argumente, Glauben statt Wissen (SPD Cheftheologe Schrader: „Ich glaube fest an den Sinn der zwei Center“) marktschreierische Verteidigung praxisbasierter Inkompetenz statt wissensbasiertem empirischen Vorgehen (Hillert: „Woher wollen Sie das wissen, wir sind hier nicht auf einem wissenschaftlichen Symposium. Ich arbeite aus der Praxis). (Übrigens Herr Hillert: „Nichts ist so praktisch, wie eine gute Theorie“ meinte Herr Lenin.)

      Die von Hillert verachteten wissenschaftlichen Barometer und Wissenschaft überhaupt
      Der CDU Ökonomiepraktiker Hillert wäre gut beraten, wenn er sich ab und zu mal die von mir am Montag empfohlenen Polit-, Stimmungs- und Ökonomie-Barometer (z.B. Demokratie-, Insolvenzbarometer ) zu Gemüte führen würde. Aber diese Empfehlung hat er auf Grund seines eigenen Kriegsgeschreies nicht mehr mitbekommen.
      Würde er das tun, hätte er auch schon rechtzeitig über die Sepa Pleite Bescheid gewusst. Aber er wusste bis heute wahrscheinlich gar nicht, dass es z.B. ein Insolvenzbarometer gibt, zumindest hat er es nicht konsultiert. So ist das Herr Hillert, wenn man den eigenen Bürgern nicht zuhört und stattdessen im Brustton der Überzeugung montgolfiersche Luft absondert. Die CDU wirbt mit „Wir können mehr“, stimmt genau, wenn man die Erfindung des Heißluftballons der Brüder Montgolfier zu Grunde legt.
      So vergiftet man die dialogische Atmosphäre in einer Stadt tiefer und tiefer und zementiert die Bürgerspaltung weiter und weiter. Wenn das nach ihrer Auffassung nach die Aufgabe der Politik und der CDU ist, dann sind Sie auf einem sehr guten Wege.

      AH und das mutige Süderländer Tageblatt
      Stefan Aschauer-Hundt berichtete (unerwartet) mutig über die Krawallbrüder des Bürgermeisters. AH publizierte ein gelungenes Bild von mir und meinem ebenfalls mutigen Freund Jörg Zaborowski. Zaborowski hat in und um Plettenberg über Jahrzehnte diverse Einzelhandelsgeschäfte zunächst im Autoersatzteilbereich und dann im Bekleidungsbereich äußerst erfolgreich betrieben.

      Wer kann Einzelhandel kalkulieren und beurteilen?
      Deshalb wissen sowohl Zaborowski als auch ich, (der den Einzelhandel mit der Muttermilch aufgesaugt hat) sehr genau, was in Plettenberg im Einzelhandel möglich ist und was nicht möglich ist. Das My-Center funktioniert bei der (weiter sinkenden und überalterten) Plettenberger Bevölkerungszahl und dem hiesigen Mietspiegel eben nicht. Insbesondere funktioniert es dann nicht, wenn das Mai-Center wie angekündigt, renoviert und erweitert wird.
      In der Plettenberger Politik gibt es z.Z. keine erfolgreichen Einzelhändler, die solche Überlegungen anstellen könnten, zumindest hat es bisher keiner gemacht oder wo? (Mit Ausnahme von Weyand und da ist die Verwicklung in die ganze Befürwortung der My-Geschichte mit dem Dafür und Dagegenkurs der FDP bisher nicht richtig geklärt).

      Die Sepa an anderen Orten
      In Horb am Neckar erlebt die Sepa gerade dasselbe Debakel, Saturn und Media-Markt haben abgesagt. Saturn und Media-Markt kalkulieren nämlich wie Lieschen Müller und nicht wie Klaus Müller. Hier ist die Kalkulation von Lieschen Müller über einen Elktromarkt im My-Center. Click

      Die Sepa zeigt endlich realistische Ansätze
      So gesehen zeigt die Sepa endlich realistische Ansätze, indem Sie ihre Projektplanungsabteilung zur Insolvenz angemeldet hat.
      Auf diesem Wege sollte die Sepa weitermachen und Weinig sollte endlich aus Plettenberg abhauen.
      Wer das in Plettenberg laut sagt, weil er sich die Bilanzen der Sepa im Internet angeschaut hat, wird von den Plettenberger Lokalpolitikern blöde angemacht und niedergebrüllt. Das ist das populistische Kampfgeschrei der SPD in Plettenberg.
      Übrigens auf der hauseigenen Bürgerdialogveranstaltung können sich die Krawallbrüder der SPD ganz zivilisiert benehmen und appelieren an die Sachlichkeit der Beteiligten. In diesem Kontext bekommen sie natürlich auch keine massive Kritk zu hören und können als geschlossenes Selbstbestätigungssystem organisieren.

      Sepa GF Weinig hat auf dem Bürgerdialog die Wahrheit verschwiegen
      Über die Insolvenz der Sepa berichtete der SWR Landesschau schon am 7. 5. 2014. Mit anderen Worten auf der Bürgerinformation am Dienstag also am 6.5. (zu der ich leider nicht konnte, denn ich habe noch ein paar ‚kleine Nebenbeschäftigungen‘) hat Sepa GF Weinig den gesamten Rat und die gesamte Bevölkerung über die Verhältnisse in seinem Laden im Dunkeln gelassen. Er hätte klare Worte sagen können, denn der Insolvenzantrag war schon gestellt.
      Erst aus der Ferne hat Weinig sich getraut, sein Pleitegeständnis gegenüber dem Stadtrat vom Stapel zulassen, denn er wollte sich seine eh schon miese Show auf der Bürgerinformation nicht noch weiter selbstversauen.
      Mit solcherlei seriösen, glaubwürdigen und gradlinigen Geschäftsleuten will man natürlich gerne weiter Geschäftsverbindungen pflegen, das hat natürlich mit den Usancen eines unseriösen Gebrauchtwarenhändlers überhaupt nix zu tun, oder?
      Leider hat in der Bürgerinformation (soweit ich weiß) kein Plettenberger Sepa GF Weinig auf die Sepa Bilanzen angesprochen, trotz meiner Hinweise vom Tag zuvor. Wäre ich zugegen gewesen, hätte ich es gemacht und dann hätte Weinig mit der Sprache rausrücken müssen oder er hätte ganz offen sichtlich gelogen. Dann wäre diese Bombe schon am Dienstag geplatzt und er hätte sich den Fragen stellen müssen. Dann hat er bis zum Ende der Woche gezögert und über das Wochenende konnten sich die Plettenberger Politamateure ihre Stellungnahmen zurecht legen.
      Was den subjektiv selektiven Umgang mit der Wahrheit anbetrifft, passen Sepa und Bm Müller bestens zusammen, da haben sich (Krawall-)Brüder im Geiste gefunden.

      Was lernen wir daraus?
      Von den Plettenberger Politbolzen kann keiner Bilanzen lesen, geschweige denn analysieren und interpretieren. Vielleicht können sie das auch, aber sie tun es nicht. Oder vielleicht tun sie es sogar, aber sie sagen nix dazu, weil es Ihnen nicht in ihre (w)irren My-Center Pläne passt, mit denen sie dem noch vorhandenen Einzelhandel mit theologiegleichen Glaubensbekenntnissen den letzten Todesstoß versetzen wollen. Dabei wollen sie sich aber als die Kräfte der Auferstehung des Plettenberger Einzelhandels feiern lassen.

      Merke, wer mit Glauben statt Wissen und Brüllen statt Argumenten seine subjektiven Wahrheit durchsetzen will, stiftet im Namen quasi religiöser Glaubensbekenntnisse Unfrieden, spaltet die Stadt weiter und tiefer und wird früher oder später vor keiner (strukturellen) Gewalt zurückschrecken.
      Das gilt für die Wahrheitsverdrehungen von Obama über Putin, die Befürwortung des TTIP Abkommens zur konzerngesteuerten Freihandelszone bis hin zum geopolitischen Korangürtel. Deshalb mussten die Baubeschlüsse noch schnell vor der Wahl und dem weiteren Bekanntwerden der Sepa Pleite durchgeboxt werden.

      Welcher Schwachsinn wird uns nun diese Woche von der Politik präsentiert werden?
      In den nächsten Tagen wird uns die Plettenberger Politik mit bunten Farben vom Himmel herunter erzählen, alles im grünen Bereich, die Sepa ist ein total solventer und superserlöser Laden, die Projekt GmbH arbeitet auch nach der Pleite weiter und wird bald konsolidiert sein.
      Gleichlautend ist auch das Laber-Strickmuster von OB Jann in Mosbach (CDU):
      „Zunächst war ich natürlich auch etwas beunruhigt“, so Jann. Inzwischen sehe er aber "keine Gefahr" mehr für das Quartier in Mosbach, sagte der OB bei der Baustellenbegehung mit dem Gemeinderat. Bei manchem Ratsmitglied konnte man ob der Neuigkeiten aus Stuttgart indes dennoch eine gewisse Beunruhigung ausmachen.

      Generalblödsinn als Geschäftsprinzip
      Warum soll dieser Generalblödsinn auch nicht erzählt werden? Schließlich wird auf der nationalstaatlichen Ebene und auf der europäischen Ebene seit Jahren das Gleiche gemacht. Die Griechen fälschen bspw. ihre Staatsbilanzen und werden werden wie die anderen PI(G)S Staaten wie durch Zauberhand von einer ausgeflippten Politikerkaste in Deutschland mit unseren Steuergeldern saniert. Es wird der ewig gleiche Analogkäse aufgebacken, dass der Euro, der uns dieses ganze Unheil einbrockt hat, unerlässlich und gut für die deutsche Wirtschaft sei.
      So gesehen läuft in Plettenberg und mit der Sepa Pleite alles total normal.
      In Sundern und in vielen anderen Städten und Gemeinden haben sich die Investoren auch verhoben, von solchen Kinkerlitzchen sollte man sich in Plettenberg nicht beeindrucken lassen.

      Die Bürger bezahlen die Folgen des gesammelten Politschwachsinns vierfach:
      - International
      - National
      - Regional und
      - Lokal

      Bilanztricksereien am Beispiel Portugal
      Wie heute getrickst wird, kann man wunderbar am Beispiel Portugal darstellen. Portugal soll aus eigener Kraft an die Finanzmärkte zurüchgekehrt sein, meldete die gleichgeschaltete Presse. Das ist ein fauler PR-Trick, der wie folgt funktioniert:
      Die EZB hat mal fix und (ausserhalb von Fachkreisen) unbemerkt ihr Regelwerk geändert. Portugiesische Staatsanleihen werden nun von den Notenbanken als Sicherheit akzeptiert und werden nur von der größten kanadischen (aber global sehr kleinen) Agentur DBRS als gut bewertet. Die großen Agenturen bewerten Portugal nach wie vor schlecht. Doch laut Regelwerk der EZB ist nur das beste Ranking entscheidet. Alles klar, wie das läuft?
      Warum sollte sich da jemand aus den Plettenberger Politreigen über die Pleite der Sepa Projektentwicklung auch nur einen Gedanken machen oder gar aufregen. Jetzt geh es nur wieder darum den Bürgern irgendeinen abwiegelnden Schwachsinn aufzutischen, damit die Wahlen ohne Probleme über den Tisch gehen.

      Und wer wird Schuld an der Sepa Pleite sein? Nach Plettenberger Lesart natürlich der Denkmalverein, weil er sich bisher erfolgreich gegen das My-Center gestellt hat.