Kompetenz oder Kungelei und Kuppelei oder die vertauschte Braut?

      Kompetenz oder Kungelei und Kuppelei oder die vertauschte Braut?

      Vorspiel

      „Vertrauen ist gut, Kontrolle wäre besser gewesen.“
      In Abwandlung dieses bekannten Spruchs von Lenin hätte man in Plettenberg schon seit Jahren vorgehen sollen, bzw. wer in den vergangenen Jahren diesem Bürgermeister und seiner Partei vertraut hat, ist selber Schuld. Und das Süderländer Tageblatt, ein ‘Kampfblatt des investigativen Journalismus‘ stellt in seinen Wahlfragen an die Parteien der AfD die 13. Frage: „Halten Politiker auch immer das, was sie versprechen.“ Da schlägt es 13. Die SPD wird gefragt: „Was muß man machen um Politiker zu werden?“ Auf die Schlüsselkompetenzen der Politiker werde ich weiter unten eingehen. Aber solche Fragen nach der Glaubwürdigkeit des Bürgermeisters und seiner Partei hätte das Süderländer Tageblatt an die SPD und die etablierten Altparteien stellen müssen und nicht an die unbescholtene Neupartei AfD.

      Gerüchte zum Rücktritt des Bürgermeisters
      Nach dem Bekanntwerden des Denkmalvereins Coups mit der Restaurierung des Mai-Centers haben sich in Plettenberg sofort die wildesten Gerüchte ausgebreitet. Die Gerüchte gingen sogar so weit, dass Bürgermeister Müller nun entnervt das Handtuch werfen und zurücktreten wolle. Das scheint mir etwas voreilig. Aber das Gerücht, der politische Witz und die Gespräche auf der Straße geben der Enttäuschung und der Wut der Bürger über die Politik des Stadtrates, insbesondere des Bürgermeisters, deutlichen Ausdruck.
      Sobald sich die Nebel der ersten überschäumenden Gerüchte verzogen haben, wird man sich selbst, den Stadtverordneten, aber insbesondere dem Bürgermeister höchst selbst, die ernsthaften Fragen stellen müssen, ob es sich bei der ganzen Geschichte um das My-Center um Kompetenz oder Kungelei und Kuppelei dreht.

      Trittbrettfahrer und Wendehälse?
      Es istvöllig klar, dass der Denkmalverein gerade im vergangenen Jahr immer wiederöffentlich angegriffen und sogar durch persönliche Angriffe und Diffamierungen auf einzelne Mitglieder in Wort und Bild auch in der Presse verunglimpft wurde.
      Auch scheint klar zu sein, dass sich nun plötzlich alle möglichen Parteien und Personen, die sich bisher nicht mit klaren und eindeutigen Stellungnahmen zur desaströsen Stadtentwicklungspolitik bzgl. My-Center und Altstadt in Plettenberg mit Ruhm, Ehre bekleckert haben, nun im Schatten dieses Erfolgs als Trittbrettfahrer und Wendehälse auftreten (wollen), und vor der Wahl noch schnell ein paar Wählerstimmen abgreifen wollen.
      Aber wennes dem Kampf gegen das My-Center und einer vernünftigen Stadtentwicklungspolitik dient, seien sie herzlich willkommen geheißen.
      Meine Befürchtung ist allerdings: Nur so schnell wie sie jetzt zur Stelle sind, sind sie auch wieder weg, denn der Wendehals zeichnet sich nicht durch einen graden Rücken aus. das werden die neuen kritischen Fragesteller nicht gerne hören, aber so ist es halt.

      Analyse:
      Nehmen wir mal die ganze Geschichte auseinander:
      1. Es hat sich eindeutig erwiesen, dass der Denkmalverein durch sein beharrliches Eintreten für eine andere Stadtentwicklung seine Kompetenz in diesen Fragen unter Beweis gestellt hat und die etablierte Plettenberger Politik.
      2. Der Stadt Plettenberg bzw. dem Bürgermeister, obwohl sie/er qua Amtsbefugnissen alle Informationen vom Steueramt bis zum Grundbuch zur Verfügung hatte, ist es nicht gelungen, mit den Eigentümern des Real-Center-Gebäudes Kontakt aufzunehmen.

      Zum Begriff der Kompetenz
      Wikipedia breitet unter diesem Begriff ein weites Feld an Informationen aus.

      Folgende Hinweise zur Kompetenz scheinen in diesem Zusammenhang eine Rolle zu spielen:
      Der Kompetenzbegriff in der Psychologie
      :

      „die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.“

      Der Kompetenzbegriff in der Pädagogik
      „Dazu zählt die menschliche Fähigkeit zur Teilhabe an gesellschaftlicher Kommunikation (s. etwa auch der bereits in den 1980er Jahren etablierte Begriff der kommunikativen Kompetenz von Habermas). Der Begriff der Schlüsselqualifikation wird, v. a. in der beruflichen Bildung, weitestgehend synonym zu Kompetenz verwendet.“

      Der Komptenzbegriff im Verwaltungsrecht und Managment
      Und nicht zuletzt Kompetenz als maßgeblich Zuständigkeit von Behörden und Kompetenzen als Schlüsselqualifikation im Management bei der Organisation und Implementierung von Veränderung und Optimierungen.

      [b]Wer hat nun seine Kompetenzen ausgewiesen?
      [/b]Ihre
      Kompetenz haben nur die klugen Bürger des Denkmalvereins unter
      Beweis gestellt, indem sie den Propagandaparolen über den
      Luxemburger-Lügen-Bären keinen Glauben geschenkt haben und den Investor
      mit eigenen Mitteln ausfindig gemacht und erfolgreich angesprochen
      haben. Das nennt man wohl einen Ball oder Karneval Paradox.
      Nun hat sich (Dank
      des Denkmalsvereins) herausgestellt, dass die Stadt wohl nie an den
      Investor herangetreten ist und der Investor aus Köln und nicht aus
      Luxemburg kommt.
      Der Luxemburger-Lügen-Bär auf dem Karneval Paradox der Tiere?
      Die bittere Wahrheit ist, auf keinem dieser Felder haben sich der Bürgermeister oder die anderen Stadtvertreter bisher als kompetent erwiesen oder seine/ihre Schlüsselqualifikationen unter Beweis gestellt. Das Gegenteil ist der Fall. Alle wurden vom Luxemburger-Lügen-Bären dressiert. Dieses Fabeltier aus der Märchenwelt hat die politischen Dompteure dressiert, dabei sollte es doch genau anders herum sein. Aber nicht nur das, sondern diesen Fabel Domteur als dem Luxemberger-Investoren-Zoo hat nach dem jetzigen Stand der Dinge, der Bürgermeister auch noch erfunden. Da biegen sich die Balken und es stellt sich noch eine Frage: „Warum wurde diese Investorenscharade ausgerechnet in das Paradies der Steuerhinterzieher in Luxemburg angesiedelt?“ Weil sich in der Phantasie der Bürger in Luxemburg sowieso die internationalen Kartelle der Finanzabzocker einfinden und damit dieses Märchen realitätsnah und glaubwürdig erscheint, damit keiner genau nachprüft? Was ja auch einige Zeit gelungen ist. Oder weil sich der kluge Klaus im Luxemburger Bankenviertel, Steuerverstecker- und Finanzzocker-Milleu besonders gut auskennt?
      Man fragt sich deshalb, was ist die Hintergrund oder Tiefenstruktur dieser Fabel, welche Fäden führen von der jetzt sichbaren gewordenen Oberfläche in die Tiefe und was hat das mit Kungeleien zu tun?

      Zu den Begriffen Kungel und Kungelei
      Zu den Begriffen ‘Kungel, Kungelei und kungeln‘ bleibt Wikipedia stumm. Gibt man Kungelei ein, schlägt Wiki ‘Kuppelei‘ als Alternative vor (Darauf komme ich gleich noch zurück).Natürlich stammen diese Begriffe nicht aus dem Hochdeutschen, sondern aus dem sauerländischen Sprachraum, getreu der alten sauerländischen Kalenderweisheit:
      „Im Sauerland da sind die meiste Laster unbekannt nur Habgier Völlerei und Neid kennt man da seit alter Zeit“.

      Ziehen wir entsprechende Speziallexika zu Rate und lassen uns da über die Bedeutung der Begriffe aufklären:
      kungeln:
      feilschen, mauscheln, heimlich, absprechen, unlautere Geschäfte machen

      Kungel:
      dubioses Geschäft, Deal, Kuhhandel

      aus: Michael Martin (2007): Achtung, Nürsel Wortschätze des Sauerlands von A-Z , Band 2, S. 84

      Erste Schlußfolgerungen:
      Diese Definitionen sind doch in mehrfacher Hinsicht sehr aufschlussreich, denn Horst Hassel berichtet dazu im
      Stadtgespräch aus dem Haupt- und Finanzausschuss vom gleichen Tage am 25.3. 2014:
      „Bürgermeister Müller gab an, im letzten Jahr habe man zweimal versucht, mit dem Eigentümer Kontakt aufzunehmen. "Uns ist etwas anderes gesagt worden", so Karin Gutschlag. Es habe eine einzige Anfrage gegeben, als es um die Bebauung des GWU-Geländes ging. Die Rendita Colonia hätte gerne an dem Wettbewerb teilgenommen, wurde aber nicht informiert. Im nichtöffentlichen Teil, so Bürgermeister Müller auf Anfrage von Rüdiger Rahs, gehe es um die Firma Sepa und das MyCenter. Sepa sei nach wie vor am MyCenter-Konzept interessiert. Es geht um Verträge und die Auswirkungsanalyse.“

      Man reibt sich zum wiederholten Male wieder verwundert die Augen und fragt sich, was ist da los? Investor und Bürgermeister machen Aussagen, die diametral entgegengesetzt sind. Handelt es sich um ein Missverständnis oder hat da jemand dreist gelogen? Aber ein Investor, der für seine Investoren das Vertrauen der Bürger braucht und gerade in vorbildlicher Weise die Einbeziehung der Bürger durch seine Gespräche mit dem Denkmalverein unter Beweis gestellt hat, warum sollte der lügen?
      (Abgesehen davon geht währenddessen die Verschleierungspolitik durch nicht öffentliche Sitzungen zum MY-Center munter weiter!)
      Also bleibt nur noch die Möglichkeit, wenn es kein Missverständnis gibt, dass der Bürgermeister gelogen hätte. Und dann fragt man sich, warum er das getan habe sollte. Was könnten seine Motive gewesen sein? Dafür könnten folgende Gründe angeführt werden:
      - Dass der Bürgermeister kein Freund von Bürgerbeteiligung ist, hat er schon mehrfach deutlich werden lassen.
      - Der Bürgermeister war bisher der stärkste Befürworter des My-Centers und Fürsprecher der SEPA.
      - Die SEPA hat verlauten lassen, sie würde sich nur für das My-Center engagieren, wenn sie einen Lebensmittelhandel als Ankermieter ins My-Center bekommt.
      - Durch eine Renovierung des Mai-Center wäre das so gut wie unwahrscheinlich.
      - Der Reg.-Präs. Dr. Bollinger hat u.a. das (Lebensmittel-)Konzept des My-Centers abgelehnt.

      Ergo A:
      Wäre es schlecht, wenn sich die Eigentümer des My-Centers weiter in Plettenberg engagieren würden. Dementsprechend wäre es am besten, wenn die Immobilie weiter vergammelt und das MY-Center dann in neuem Glanz erstrahlen würde.
      Ergo B:
      Ist es gut, wenn der Investor des Mai-Centers gar nicht erst ins Spiel kommt und man die Fabel vom Luxemburger-Lügen-Bären, dem vom großen unbekannten Investor in Luxemburg erfindet und den scheinbar doofen Plettenberger Bürgern auf die Nase bindet. (Leider bzw. Gott sei Dank gab es die Denkmalfüchse).
      Solche Lügenmärchen wären vermutlich nach dem Selbstverständnis von Bürgermeister Müller noch nicht mal eine Lüge, sondern Ausweis einer besonderen (brillanten) politischen Kompetenz.
      Aber Klaus Müller wird sich beeilen, den Bürger das bald alles als ein unglückliches Missverständnis zuerklären.

      Schlußfolgerungen:
      So bleibt die einfache Frage im Raum Kompetenz, Kungelei oder Kuppelei?
      War Bürgermeister Müller mit seiner Politik zum My-Center in den letzten Jahren ein kluger Klaus? War er der Kompetenz-Klaus oder wird sich herausstellen, dass er doch eher der Kungel-Klaus oder Kuppel-Klaus war? Einer, der intransparente Geschäfte in nicht öffentlichen Sitzungen lancieren will, die Bürger außen vorhalten will und das Schicksal der Stadt nur mit dem Investor seiner Wahl verkuppeln (jetzt kommt der Hinweis von Wiki zum Zuge) wollte und gleichzeitig einen anderen Investor, der schon in Plettenberg ist, durch geschickte Manipulationen übergehen?
      Das hätte auch erfolgreich werden können, wenn der Reg.-Präs. nicht eingegriffen hätte und der Denkmalverein nicht selber das Heft in die Hand genommen hätte und dem Bürgermeister weiter das Märchen vom unbekannten
      Luxemburger Investor abgekauft hätte.

      Ps.: Es gäbe noch eine letzte Möglichkeit: Der Bürgermeister hat die Fäden so geschickt gezogen, dass die Geschichte vom Luxemburger-Lügen-Bär zwar nicht legal, aber völlig legitim war. Nur die doofen Bürger haben es (noch) nicht kapiert. Dann wäre er doch der Kompetenz-Klaus, aber das müsste er erst mal so erklären, dass das ein Mensch mit gesundem Menschenverstand verstehen und nachvollziehen könnte.

      Zum letzten Gerücht
      Es könnte natürlich auch noch so sein, dass diese Chose so gelaufen ist, wie sie gelaufen ist, weil es von manchen Seiten (z.B. von einer Wohnungsbaugesellschaft oder weiß der Teufel von wem) Begehrlichkeiten bzgl. des Grundstücks des Real-Centers gegeben haben könnte, wenn das erst mal als Bauruine in der Stadt rumgegammelt und dann abgerissen worden wäre. Und der kluge Klaus könnte sich dann vorauseilend in den Dienst dieser Begehrlichkeiten gestellt haben. Diese Story ist nur eben noch nicht herausgekommen.
      Aber, wenn es so wäre, dann wäre er ja wieder ein Kungel-Klaus, der diese Chose in langer Voraussicht bisher so kompetent im Verborgenen betriebe hätte, dass sie bisher niemanden aufgefallen wäre. Na ja und das wird ja nun auch während seiner Dienstzeit nix mehr werden. Wie kommt man als normaler Mensch mit gesundem Menschenverstand auf so verdrehte Ideen?

      Ganz einfach?
      In Stuttgart 21 ging nicht darum, den oberirdischen Kopfbahnhof in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof zu wandeln, das war die Verkaufsstory für die doofen Stuttgarter. In Wirklichkeit ging es um den Wert des oberirdischen Bahngeländes im Herzen der Stadt. Der überteuerte unterirdische Durchgangsbahnhof war leider nur die unvermeidbare Nebenwirkung der wirklichen Motive im Hintergrund. Und so klug wie die Stuttgarter Immo-Haie ist der kluge Klaus allemal. Den Stuttgarter Bahnhof zahlen die Steuerbürger, die Profite der Grundstücken werden dagegen privatisiert. Das nennt man dann PPPP Public Privat Partnership Projekte.
      Wenn es so wäre, dann wäre der Luxemburger-Lügen-Bär nur das Oberflächenphänomen einer langfristig gedachten politischen (bisher undurchschaubaren) Tiefenstrategie.

      Zum allerletzten Gerücht: Die vertauschte Braut
      Nun hat der kluge Klaus den Bürgern noch einen anderen Bären aufgebunden:
      Er hat immer gesagt, die Bürger Pläne zur Verwertung des My-Geländes sind ja vielleicht schön und gut und sie können auch umgesetzt werden, wenn die Bürger einen Investor präsentieren, der das alles bezahlt. Welche ‘schlagendes‘ Argument; es drehte sich also um den Brautpreis und die Mitgift. M.a.W. der kluge Klaus hat sich bei seiner Lieblingsbraut der Sepa (natürlich nur um den Bürgern Gutes zu tun) sozusagen als politischer Mitgiftjäger präsentiert. Das Dumme an der Geschichte ist nun nur, dass durch die Interventionen des Denkmalsverein die Bräute plötzlich vertauscht sind. Oder noch schlimmer durch seine politischen Mitgiftschleichereien ist der kluge Klaus nun plötzlich mit zwei Schwestern aus der Familie Center verkuppelt, die ältere heißt My und und die jüngere Mai. Äh eigentlich ist ja Mai die ältere und My die jüngere oder wer blickt da noch durch?

      Wenn diese politische Investoren Polygamie mal nicht zu einem ordentlichen Krach bei der sonst so harmonischen Parlamentsverwandtschaft führt. Und nicht auszudenken, wenn plötzlich noch weitere Bräute ins Spiel kämen. Gäbe es dann in Plettenberg eine bodenlose politische Heiratsschwindlei oder muss ein Bürgermeister mit jedem ins Investorenbett, der das Geld auf den Tisch legt? Genau drüber sollen zukünftig ausschließlich die Bürger entscheiden und nicht die politische Triebstruktur einer einzelnen Person, einer Partei oder eines Stadtrates.

      Zusammenfassung
      Zum Stand der Dinge
      Das Mai-Center wird kommen und das ist gut für Plettenberg.
      Der vielgescholtene Denkmalverein hat seine Kompetenz und seinen Einsatz für Plettenberg durch Taten bewiesen.
      Der Bürgermeister hat sich selber schwer beschädigt. Das ist seit längerem klar nur wurde es wiedermal offensichtlich.
      Er scheint nach dem bisherigen Stand der Dinge das Motto der KPD von 1930 erfüllt zu haben:
      ‚Wer hat uns verraten?
      Die Sozialdemokraten!
      Wer macht uns frei?
      Die ..... Partei!‘


      Müllers intransparente My-Center Politik unter Ausschluss der Bürger ist gescheitert, aber er wollte es alternativlos so machen.
      Das Vertrauen der Bürger in den Bürgermeister und diesen Stadtrat, der bisher unkritisch wie eine Hammelherde hinter dem Bürgermeister und seinen My-Center Plänen hergerannt ist, ist auf den Nullpunkt gesunken. Da helfen auch die plötzlichen Absetzungsbewegungen der bisherigen Ja-Sager nicht mehr, denn bisher haben alle mitgemacht und sich für die My-Center Pläne ausgesprochen.
      Ob die etablierten politischen Parteien langfristig von der My-Center Politik des Bürgermeister abrücken wird sich weisen.
      Ob das verlorene Vertrauen wiederhergestellt werden kann, wird sich auch weisen, ist aber z.Z. mit schweren Zweifeln behaftet.

      Persönliche Ansichten

      Emotionsgeladene Ansichten einzelner Personen repräsentieren nicht die Haltung des Gemeinnützigen Fördervereins für Denkmalpflege Plettenberg e.V.

      Karin Gutschlag
      Vorsitzende des Vorstandes des Gemeinnützigen Fördervereins für Denkmalpflege Plettenberg e.V.

      und im Auftrag von
      Helmut Teichert
      2.Vorsitzender

      April, April das ‚L‘ macht was es will oder das sollen wir glauben?

      1618 wurde der erste Aprilscherz in Bayern, dem Wiegenland der Amigo-Affairen (Kungeleien unter Freunden,) erstmals erwähnt.

      Heute wird (laut Wiki) als Aprilscherz „der Brauch bezeichnet, am 1. April die Mitmenschen durch erfundene oder verfälschte (meist spektakuläre) Geschichten, Erzählungen oder Informationen hereinzulegen.“
      Das Nachrichten-Portal von 1und1.de gibt unter der Headline „Das sollen wir glauben?“ eine Auswahl der besten Aprilscherze 2014 zum Besten. Damit können wir in Plettenberg dank des Leserbriefes von Bürgermeister Müller problemfrei konkurrieren. Endlich spielt Plettenberg Dank der Politik vom Bürgermeister mal in der Bundesliga (leider nur der Aprilscherze) mit.

      Die Antwort vom klugen Klaus ( 2 X ‚l’) auf die Fragen von Heiko Hillert (1 X Doppel-‚l‘) datieren zwar nicht punktgenau vom ersten April, aber die Antwort kann doch getrost als leicht verfrühter Aprilscherz verstanden werden. Aber nehmen wir uns mal unseren Bürgermeister Herrn Müller (2 X ‚l’ nach ü) als Vorbild und tun auf der (sichtbaren) Oberflächenstruktur nur so, als ob wir es mit den Fakten und Daten ganz empört genau nähmen und tun es in der wirklichen (noch nicht sichtbaren) Tiefenstruktur aber genau nicht so.

      Sollte da vom Bülgelmeistel (3 X ‚l‘ in deutsch-chinesel Lautsprachel) dem Brauchtum des etwas (fahr-)lässigen Umgangs mit der Wahrheit zuviel Tribut gezollt worden sein, dann wäre das ja nicht so schlimm, weil es sich ja nur um ein Aprilscherzchen gehandelt hätte. Und am ersten April ist es ja sozusagen erste Bürgerbruchtumspflicht eines aufgeweckten Zeitgenossen, wenn er seine Mitbürger (laut Wiki) durch erfundene oder verfälschte Geschichten ein bisschen foppt. Oder? Und man wird ja wohl in der ernsten Politik mal ein paar kleine (April-)Scherzchen machen und sich selbst und andere auf den Arm nehmen dürfen, oder? Dadurch wird die gesamte Politik vom Bürgermeister ja noch nicht zum faulen Witz.

      Oder sollten wir den Glatt-Bülgelmeistel wirklich doch beim Wort und ernst nehmen, und sollten wir in den nächsten Tagen seine Antwort mal haalgenau unter die Lupe nehmen und mit seinen zuvor zur Sache gemachten Äußerungen vergleichen?
      Wenn das Ergebnis so ausfallen sollte, könnte es dann vielleicht sein, dass der kluge Klaus dann plötzlich als dummer August da stünde? Das hoffen wir ja nun wirklich alle nicht. Denn dann könnte das ja vielleicht ziemlich peinlich werden. Die Frage wäre nur, welchen der Amigos am meisten? Da müssten dann mal die Possessivpronomen durchdekliniert werden: Mein, Dein, Sein usw.. „Schaun mer mal dann sehn mer schon“, hatte der andere Franzel ja immer gesagt.

      Was aber auf jeden Fall wahr ist, ist die Titelstory der Bildzeitung vom ersten April. Da wird den Lesern plastisch bebildert, wie der Uli dieser Tage nach Landsberg am Lech (schon wieder zweimal das ‚L‘ als erster Buchstabe) ins Kastel (‚l’ als letzter Buchstabe) einziehen muss und wie es sich da so wohnt, schläft, duscht und sitzt (Seite 11). Wie der Uli, der arme bedauernswerte Hund, dann als möblierter Herr mit einer unfreiwillig gewählten Männerselbsterfahrungsgruppe als so einer Art Minifußballmannschaft die Klause sozusagen mit einigen unfreiwillig aufgestellten Amigos teilen muss.
      Und zwar deshalb, weil der Uli mit seinen Lockereien (chinesisches ‚L’ statt richtiges deutsches ‚Z’) zwar nicht so richtig in Luxemburg, sondern eher in Lichtenstein ‚investiert‘ hatte. Aber zwischen Lichtenstein und Luxemburg gibt es ja bestimmte Übereinstimmungen:
      - beides sind europäische Zwergstaaten,
      - beide haben das ‚L‘ als ersten Buchstaben,
      - so wie April(-Scherz) das ‚l‘ als letzten Buchstaben hat und
      - der Begriff Lügen das ‚L‘ wieder als ersten Buchstaben oder bei labern oder lallen (gleich 3 X ‚l’s) oder
      - beim Begriff Kommunalwahl, das ‚l‘ wieder als letzter Buchstabe auftaucht, sozusagen von hinten durch die Brust ins Auge.

      In Landsberg am Lech war der Addi ja auch mal eingekastelt gewesen und hatte da den ‘intellektuellen Grundstein‘ für seinen Krampf gelegt. Dazu sagt diese Ausgabe der Bildzeitung vom ersten April zwar nix, aber direkt unter dem Gefängnis vom Uli wird auch auf Seite Eins der Bildzeitung (mehr oder weniger) empört über den Vergleich vom Wolfi zwischen dem Addi und dem Wladi berichtet. Wundersame Synchronizität der Ergeinisse auf der ersten Seite der Bildzeitung auf Seite 11 gibts den Bildbericht aus Uli baldiger Wohngmeinschaft.
      Damit schließen sich dann ja indirekt nicht die Tore von Landsberg am Lech, wohl aber die Kreise der April-LLLL’s, wie bei dumm dleist dlum helum lum labeln, was auf gut Deutsch bedeutet, um den heißen Brei herumreden.

      Die Amigo Nummer hatte damals in Bayern der Maxel erfunden, nur auf nicht so ganz kluge Weise, denn er hatte mit seinen Spezeln ein paar Geschäftel gemacht, wie er das eigentlich gar nicht gedurft hätte. Der Maxel fand das fei net so schlimm, weil er hatte des ja nicht für sich, sondern bloß zum Vorteil seiner Amigos gemacht und wie schon die Beatles (‘With a little help of my friends’) bemerkten, wird man sich unter Freunden wohl noch etwas helfen dürfen, oder. Das kam daher, weil der Maxel gedacht hatte, es wären noch die Zeit vom seligen Franzl und der Maxel nicht mitbekommen hatte, dass sich die Zeiten mittlerweile radikal geändert hatten.

      Dem Maxel ist im dann der Michi draufgekommen und dann muss der Maxel zurücktreten und es wurde stiller um ihn. Aber vorher gab es noch einen Untersuchungsausschuss und eine Verfassungsklage, weil der Maxl und seine Amigos vor dem Rücktritt den Michi verbal getreten hatten und zwar ungefähr so: Berufsdesinformanten“, „ausgemachte Drecksau“ und „Mitglied der journalistischen Totenkopfdivision Joseph Goebbels“ . Damit wären wir wieder bei den Amigos vom Addi und Landsberg am Lech gelandet.
      Aber am Ende von der ganzen Geschicht war der Max durch seine aufgeblasene Art selber die ausgemachte Drecksau und damit die ganze Aprilgeschichte jetzt rund.

      Was nicht eindeutig festgestellt werden konnte ist, ob der Bericht von der Bildzeitung am 1. April über den Knast vom Uli nun wahr war oder auch nur wieder ein Aprilscherz vom Lügenbildblatt war und ob die Erwähnung des Zusammenhangsvergleichs vom Wolfi zwischen dem Addi und dem Wladi gewollt oder auch nur wieder ein Aprilscherz war.
      Das wird sicher bis zum 28. April alles noch klar werden.

      Ps.: Der Bürgermeister fragt sich am Ende seines Aprilscherzchens leicht indigniert und pikiert, warum denn der Investor diesen Weg der Bekanntgabe seiner Investitionsabsichten gewählt habe und meint dann aber, egal, Hauptsache die Ziele stimmen. Bei der Antwort auf seine Frage können wir ihm auf die Sprüpnge helfen, der Weg wurde gewählt eben weil es dem Investor nicht egal ist, wie die Ziele erreicht werden sollen und wie in Plettenberg bisher was gemacht wurde. Und wer mit Investoren so umspringt, die ihm gerade nicht in den Kram passten, wie das der Bürgermeister bisher getan hat, der darf sich nicht wundern, wenn so einiges in seiner Stadt an ihm vorbeiläuft.
      Das ist die ‚wohlverdiente Ernte der eigenen Politik’.
      Und der Bürgermeister hat auch noch nicht verstanden, dass die Wutbürger wandlungs- und entwicklungsfähig sind. Sie können sich von Bürgern zu Wut- und dann zu Hassbürgern wandeln und noch zäher gegen seine Politik und seinen Politikstil kämpfen.
      Das ist auch die ‚wohlverdiente Ernte seiner beisherigen Politik’.

      In diesen Sinne hatten wir in Plettenberg April, April ja einen wunderbaren Start in den Selbigen.

      Ps.: Selbstverständlich distanziere ich mich schon jetzt ganz emotionsfrei von dieser Aprilscherzsottise, damit der Karin und dem Helmut nicht der Mut und der Humor und auch nicht der Vorvorstandsverstand verloren geht und sie sich schon wieder von ihren Fehlhaltungen und Verkrampfungen derepräsentieren müssen, die sie eigentlich gar nicht gehabt haben wollten oder so ähnlich.