Unter Verdacht, Das Blut der Erde

      Unter Verdacht, Das Blut der Erde

      In der ZDF Serie „Unter Verdacht“ mit Senta Berger wurde heute abend die Episode „Das Blut der Erde“ gezeigt. In diesem Krimi geht es um die mörderischen Manipulationen um die örtlichen Wasserwerke der kleinen süddeutschen Stadt Brunnharting im Alpevorgland. Die örtlichen Wasserwerke sollen zum Zwecke der Beteiligung eines privaten Wasserkonzerns im Rahmen einer Public Privat Partnership (PPP) sturmreif geschossen (bzw. manipuliert) werden. Dazu wird vor keiner finsteren Intrige im Filzokraten- und Amigostadel zurückgeschreckt.
      In dieser Krimiepisode wird die tiefenstrukturelle Anatomie einer Intrige der lokalen Prominenz aus Privatwirtschaft, Lokalpolitik, einem örtlichen Parteivorsitzenden und einer Bürgergemeisterin aufgedeckt, deren langer Arm bis in die Redaktionsstuben der Lokalpresse und in die diagnostischen Abläufe des örtlichen Krankenhauses reicht.
      Die anfänglich ‘naive‘ Bürgermeisterin entdeckt im Lauf des Filmes ihr politisch ehrliches und aufrichtiges Herz und befreit sich aus der umklammerenden Umarmung ihrer korrupten Mitspieler und stellt sich den Ermittlungsbehörden zur Verfügung.
      So kann am Ende das Übel der Public Privat Partnership Verträge durch eine klaren Entscheidung zum Bürgerwohl im Stadtrat abgewendet und gekippt werden und die interessengeleiteten Strippenzieher dieses verhinderten PPP Deals landen hinter schwedischen Gardinen.

      Der deutsche Fernsehkrimi greift zunehmend in intelligenter Manier gesellschaftliche Fragen auf und liefert gut konstruierte Drehbücher mit bekannten Schauspielern.
      Allerdings haben diese Krimis einen erheblichen Nachteil, denn ihre Ermittlungserfolge bleiben hinter der kruden Wirklichkeit deutscher (Lokal-)Politik weit zurück und bedienen deshalb nur ein psychologisches Dampfüberdruckventil der ohnmächtigen Wutbürger.
      In der Wirklichkeit werden leider nur die wenigsten filzokratischen PPP-Deals auf diese romantische Art zu einem märchenhaften Ende gebracht. In der Wirklichkeit wären die Wasserwerke (wie unzählige Beispiele aus der deutschen Wirklichkeit beweisen) das Opfer eines ‘Wasserkonzerns‘ geworden.

      Die Filmkritik dieses Fernsehkrimis im Stern

      Zum Thema der Wichtigkeit des blauen Goldes gibt es mittlerweile jenseits der voralpenländischen Krimimärchen einige erkenntnisstiftende Dokumentarfilme:
      Blaues Gold von [font='&quot'][font='&quot']Sam [/font]Bozzo, 2008 USA
      [/font][font='&quot']
      Wasser ist Leben, Flow [/font]von Irena Salina, 2007 USA (Youtube)

      Abgefüllt von Stephanie Soechting, Jason Lindsay, 2009

      oder
      Durstiger Planet

      Viele der heutigen Auseinandersetzung im Nahen Osten sind als Vorboten von zuküftigen ‘Wasserkriegen‘ zuverstehen. (Youtube)

      Wie es in Plettenberg mit den PPP Projekten mit der SEPA beim My-Center aussieht, hat Horst Hassel am 20. 6. 2013 im Plettenberger Stadtgespräch kommentiert:

      KOMMENTAR

      Rat und Verwaltung haben sich mit ihrer Politik des Verschleierns und Täuschens einen Widerstand geschaffen, der eine vernünftige Diskussion um der Sache Willen schon seit langem nicht mehr zulässt. Einerseits wird ein Bebauungsplan für die Mylaeus-Brache aufgestellt, gegen den man schlecht widersprechen kann, weil lediglich eine künftige Nutzungsart aber nichts Konkretes festgelegt wird.

      Andrerseits wird ein Einzelhandelskonzept in Auftrag gegeben, das angeblich mit einer Ansiedlung a la MyCenter gar nichts zu tun hat, im Ergebnis aber auf einen ZVB - zentralen Versorgungsbereich - auf dem Mylaeusgelände hinausläuft und auch noch den Hauptanker Lebensmittelmarkt empfiehlt. Das sei alles noch nicht in trockenen Tüchern, versucht die Politik den Bürger mit dem Phantom "Auswirkungsanalyse" zu beruhigen, als falle damit die
      Entscheidung für oder gegen ein MyCenter. In Wahrheit fällt damit nur für Sepa die Entscheidung, ob sich genügend Investoren für Plettenberg gefunden haben.

      Es wäre erfreulich, wenn die Scheingefechte ein Ende finden. Wenn am Ende tatsächlich ein großer Lebensmittelfachmarkt Interesse bekunden sollte, was fraglich ist, schön für Sepa, aber ein neues großes Problem für die Stadt: was dann tun mit der Plaza-Allkauf-Extra-Real-Bauruine?

      Und was ist die Folge? Die SPD lässt einen Flyer drucken und befürwortet das My-Center. Na sauber, ‘im Westen nichts Neues‘ im Unterschied zum Alpenvorland von Brunnharting.
      Nach dem Wollhändler Debakel am Maiplatz haut die Plettenberger SPD und ihre Ratsherren unter tatkräftiger Beteiligung von CDU, UWG und Grünen (und die FDP?), die Interessen der Bürger und der Einzelhändler zum wiederholten Mal in die Pfanne.
      Der Plettenberger Stadtrat würde bei jedem Pisa Test bzw. Schulreifetest das Klassenziel verfehlen.
      Warum?
      Weil dieser Stadtrat in der heutigen Zusammensetzung sich bewusst und willenlich gegen Informationen aus der Bürgerschaft immunisiert hat und seinen Mitglieder moderne Konzepte vom lebenslangen organisationalen Lernen unbekannt und verborgen geblieben sind.
      Das ‘Tal der Ahnungslosen‘ ist nicht das bisher internet(be)frei(t)e Landemert, sondern der Ratssaal am Wieden, obwohl das Rathaus nicht internet(be)frei(t)e ist, aber vom guten Geist und gesunden Menschenverstand vollständig befreit ist.
      Es gibt verschiedene Methoden eine Stadt zu ruinieren. Die Plettenberger Parteien beherrschen fast alle Formen. Auf diesem Gebiet herrscht bei den Ratsherren Intelligenz, Kreativität, Erfindungsreichtum, Lernwille, Flexibilität und sogar überparteiliche Einigkeit trotz aller sonstigen Scheingefechte.
      Die Plettenberger Lokalpolitik ist in den Fragen zum My-Center längst zum Vorbild für eine hypergrosse Berliner Regenbogen Koalition geworden von Grün, Blau über Schwarz bis Rot mit gelben Eiterpickeln.