NRW Landesregierung schränkt den Bau von Einkaufscentren ein

      NRW Landesregierung schränkt den Bau von Einkaufscentren ein

      Nun hat es selbst die Rot-Grüne Landesregierung in Düsseldorf kapiert bzw. kapiert hatten sie es schon lange, aber jetzt haben sie endlich gehandelt und schränken den Bau von citynahen Einkaufscentren ein:
      derwesten.de/wr/politik/nrw-sc…entren-ein-id7489783.html

      Diese Weisheiten der Parteigenossen aus der Landesregierung scheint sich nun in Plettenberg noch nicht in einer Einstellungsänderung umgeschlagen zu sein.

      Peter-W. Gester wrote:

      Nun hat es selbst die Rot-Grüne Landesregierung in Düsseldorf kapiert bzw. kapiert hatten sie es schon lange, aber jetzt haben sie endlich gehandelt und schränken den Bau von citynahen Einkaufscentren ein:
      Diese Weisheiten der Parteigenossen aus der Landesregierung scheint sich nun in Plettenberg noch nicht in einer Einstellungsänderung umgeschlagen zu sein.


      In diesem Artikel geht es nicht um Citynahe Einkaufzentren, sondern um Einkaufzentren, Outletstores usw. am Stadtrand bzw. auf der grünen Wiese. Damit dürfte die Stadt Plettenberg wohl kaum Probleme bekommen, da hier das geplante Center wohl eher als Zentrumsnah, wenn nicht gar direkt zum Zentrum gehört und die Innenstadt sicher eher belebt als ausödet.

      Experten unterwegs ?

      Sehr geehrter Herr „Hase“, (oder wie möchten Sie nun eigentlich genannt werden?)

      es wäre zur Abwechslung ganz interessant, wenn Sie Ihre Behauptungen ausnahmsweise mit wissenschaftlichen Belegen, empirischen Untersuchungen oder anderem solidem oder belastbarem Material belegen würden. Ihr locker flockiger aus den Fingern gesaugter Unsinn, das innenstadtnahe Einkaufszentren dem bestehenden Einzelhandel nützen würden, mag den Illusionen des Plettenberger Stadtrates oder den Wunschvorstellungen einzelner Plettenberger Einzelhändler entsprechen, aber leider nicht dem Stand der Forschung. Der Stand der Forschung behauptet das glatte Gegenteil. Ich hoffe Sie haben Verständnis dafür, dass ich mich nach dem Stand der Forschung richte und nicht nach Illusionen-, Wunschträumen oder ihren selbstgedrechselten Meinungen. Schauen Sie doch mal in das wissenschaftliche Standardwerk zu dieser Frage.

      Wir warten alle gespannt auf ihre Belege
      Welche empirischen und wissenschaftlichen Untersuchungen, welche Belege und Beweise können Sie für Ihre Behauptung beibringen, dass zentrumsnahe EK's zur Belebung der Innenstädte beitragen? Darauf wäre nicht nur ich wie ein Flitzebogen gespannt. Ich hatte Sie ja schon gebeten ihre soziodemographischen Daten, die ihre Ansichten belegen in das Forum einzustellen, bis jetzt haben Sie erwartungsgemäss nix geliefert. Vielleicht fangen Sie mal ganz klein mit einer Sepa Hochglanzwerbebroschüre an. Das wäre dann zwar noch keine Wissenschaft, sondern nur Werbung, aber immerhin. Sie haben ja ausdrücklich geschrieben, dass Sie sich nicht um die wissenschaftlichen Studien und Quellen in diesem Forum kümmern wollen, ihre Begründung, weil die Quellen von mir eingestellt wurden. Lieber Herr „Hase“ es fällt zunehmend schwerer Sie ernst zunehmen, leider.
      Oder hoffen Sie auf die GMA Studie? Wenn das nicht auch mal kein dicker Reinfall wird, denn die wird auch keine Wissenschaft sein. Wissenschaft ist auftraggeberunabhängig und dafür gibt es Kriterien.
      Unsinn wird nicht dadurch richtig, wenn er häufig(er) wiederholt wird, es sei denn man will ideologisch agitieren und nicht sachgestützt argumentieren.

      Wissenschaftlicher Abendvortrag
      Wir Kritiker hingegen bringen Tatsachen, lieber Herr „Hase“. Kommen Sie doch zum tatsachen-, untersuchungs-, wissenschafts- und erfahrungsgestützten Vortrag von Dr. Pump-Uhlmann. Dr. Pump-Uhlmann tritt übrigens als Wissenschaftler nicht anonym auf, deshalb lieber Herr „Hase“, wird er im Unterschied zu Ihnen auch ernstgenommen.
      Am 29.1. 2013 um 18.00 kommt Dr. Pump-Uhlmann nach Plettenberg ins Cafe Ochtendung. Hier wird er noch mal fokussiert die wissenschaftlichen Belege vortragen, warum ihre Behauptungen, dass innenstadtnahe Einkaufszentren die bisherigen Cities beleben, höflich ausgedrückt falsch sind. Das Gegenteil ist leider richtig.

      Wissenschaft, Tatsachen und Identität
      Ich könnte jetzt wohlwollend spötteln: „Wissenschaftliche und tatsachengestützte Veröffentlichungen zeichnen sich eben nicht dadurch aus, dass sie anonym verfasst werden, sondern die Autoren sind bekannt, weil Wissenschaft- und tatsachengestütztes Arbeiten nur so funktioniert. Namentliche Veröffentlichungen sind eine entscheidende Währung in der Wissenschaft. Wer hingegen nur agitieren (aufwiegeln) und schwadronieren will, der tut das gerne mal anonym.

      Ein Beispiel zum Unterschied von Wissenschaft und geisteskranken Irrlehren
      Aber, in den USA halten ja auch Hundertausende von Menschen den Darwinismus für eine Irrlehre und behaupten der Kreationismus sei eine wissenschaftliche Tatsache. Diese gefährlichen Spinner wollen das sogar gesetzlich verankern und diesen Käse für den Biologieunterricht in den Schulen mit Hilfe von durchgeknallten und karrieregeilen Politikern durchsetzten. So kann man es eben auch versuchen, dass man Wissen und Glauben vertauscht und wirre und irre Behauptungen zu wissenschaftlichen Theorien aufblasen will. Die Kreationisten stehen auch häufiger mal dem Ku-Lux-Klan nahe. Diese Vereinigung von „Sympathieträgern“ zeichnen sich durch das rassistische Agieren aus der Anonymität aus.

      Aber immerhin sind bzgl. Einkaufszentren viele Amerikaner durch bittere Erfahrungen schon schlau geworden, dazu gibt es in diesem Forum hier die Tatsachen über verlassene Shopping Malls.

      Völlig abgedrehte Hypothesen

      Sehr geehrter Herr „Hase“,

      das die Argumentationen für das MY-Center von Seiten der Stadt abstrus sind und jeglicher wissenschaftlicher Nachprüfbarkeit entbehren ist, wird Stück für Stück bekannt.

      Natürlich lieber Herr Hase ist auch ihr dementsprechendes Faible für abstruse Thesen längst aufgefallen. Ich hätte da noch einen Vorschlag für eine völlig abgespacede These in petto, die Sie doch mal vertreten könnten. Das ginge ungefähr so (Lesen Sie mal, das ist zwar alles Blödsinn, wenn es so behauptet würde, aber zunächst ganz spassig):
      Sie könnten mir eigentlich mal vorwerfen, dass ich der Eigentünmer des ersten Plettenberger Einkaufszentrums gewesen sei und dass Zentrum damals auch nicht geschadet habe (ganz im Gegenteil) und deshalb, sei es völlig absonderlich, dass ich heute ein Gegner des My-Centers sei, da könne dann ja nur die egoistische Vertretung eigener Interssen im Spiel sein.
      Denn als das DEKA-Haus 1959 in Plettenberg eröffnet wurde, war es mit ca. 350 qm das damalige Einkaufszentrum von Plettenberg am historischen Stadtrand (Umlauf) und damit am Rande des damaligen Alt-Stadtzentrums Alter Markt und Wilhelmstr.. Nun könnten Sie weiter phantasieren, wenn 1959 (vor ca. 50 Jahren) ein Einkaufskaufszentrum am Rande der Altstatdt nichts geschadet habe (oder im Gegenteil den Einzelhandel sogar belebt habe), warum sollte das heute nicht auch so sein, sondern stattdessen schaden und deshalb wäre meine Gegnerschaft zum geplanten Center völlig absonderlich (siehe oben).
      Dazu wäre dann zu sagen, dass das My-Monster mindestens elf mal so groß werden soll, wie das damalige DEKA-Haus (350 zu 4000 qm). Plettenberg hatte im Februar 1959 26.937 Einwohner, heute (2011) hat Plettenberg 26.132 Einwohner, also 805 Einwohner weniger als 1959.

      Zur Zeit sieht das in Plettenberg so aus:
      27.525 qm Bruttogebäudefläche der überegionalen Filialisten auf ca.
      71.000 qm Grundstücksfläche, aber nur
      38.700 qm ca. beträgt die Fläche der gesamten Alt-Stadt.

      Mit anderen Worten bereits ohne das sogenannte My-Center liegen die grossen Bruttoverkaufsgebäudeflächen der überegionalen Filialisten mit 11.175 qm nur 29 % niedriger als die gesamte Fläche der Altstadt!

      Die Flächen sind im Einzelnen (ca. Angaben):
      1.000 qm Aldi Ohle
      1.000 qm Netto Markt
      9.935 qm Graeka Gelände auf der Bredde (Lidl 1.375, Fressnapf 560, Kaufpark 2.700, OBI 5.300)
      4.580 qm Real Markt am Maiplatz
      1.150 qm Aldi
      2.600 qm Getränkemarkt
      1.900 qm Lidl
      5.360 qm Kaufpark
      ∑ 27.525 qm grosse Verkaufsflächen

      Nimmt man jetzt das sogenannte My-Center hinzu mit
      7.400 qm Bruttogebäudefläche hinzu, ergibt sich eine Summe von
      35.925 qm Bruttogebäudefläche der überregionalen Filialisten in Plettenberg.

      Die gesamten Zahlen der Bruttoverkaufsgebäudeflächen der überregionalen Filialisten in Plettenberg sind heute (24.1.2013) von Helmut Teichert gekommen, schauen sie mal hier, da wird der ganze Irrsinn dieser Stadtentwicklung durch die Studie von Teichert erst richtig deutlich! Sie können sich jetzt von der Stadt die Nettoverkaufsflächenzahlen und zu den Netto Verkaufsflächen des Einzelhandels in der Alt-Stadt und der gesamten Stadt in Beziehung setzen, das ändert die aberwitzigen Mißverhältnisse dieser Relationen nicht.

      Nun hat sich das Konsumverhalten der Bevölkerung seit 1959 verändert und ist intensiver geworden, völlig klar.
      Aber das Konsumverhalten der Bevölkerung ist in diesen 50 Jahren nicht um einen mehrtausendfachen Faktor gestiegen, der das Überangebot an Ladenflächen von überregionalen Filialisten in Plettenberg kompensieren würde, insbesondere nicht bei gesunkener und weiter sinkender Bevölkerung.
      Die belastbaren Daten und Zahlen hierzu finden Sie in der Studie des Denkwerkszukunft, die am 23.1. 2013 ins Forum eingestellt wurde.
      Tja und jetzt setzen Sie mal die Quadratmeterzahlen Ladenfläche von damals zu den heutigen Quadratmeterzahlen in Beziehung und berücksichtigen Sie dann mal die Bevölkerungsentwicklung von damals (26.937) und heute (26.132). Da dürfte selbst Ihnen die Abstrusität dieser Argumentation auffallen. Konnten Sie mir folgen? Es ist immer wieder anregend mit Ihnen im Gespräch zu sein.
      Und falls Sie Zweifel an der vieltausendfachen Ausweitung der Ladenflächen in Plettenberg haben, fragen Sie doch mal bei der Stadtverwaltung nach, lassen Sie die Zahlen von Teichert nachprüfen. Die werden aber nicht so gerne darüber reden oder das wahr haben wollen, weil dann jedem Bürger ein Lichtlein aufgehen dürfte.

      Ps.:
      Und bitte noch was lieber Herr „Hase“,

      ihre Spezeln aus dem Stadtrat spucken ja 3.654 Bürger die ja gegen das Einkaufs-Center und für die Altstadt votiert haben schamlos mitten ins Gesicht. Sie wollen deren Votum nicht zur Kenntniss nehmen. Der Stadtrat will, schon von der Sepa ferngesteuert diesen Protest aussitzen. Wie Stadtparlamente das machen sollen, wird ja von den Investoren genau beschrieben und angewiesen.( siehe Pump-Uhlmann und andere)
      Eine Kooperation mit dem Denkmalsverein zur Begehung mit dem LWL Denkmalsamt wurde von der Stadt abgelehnt auch hier befindet sich die Stadt willenlich und bewusst im offenen Widerspruch zu den Analysen und Forderungen des gestrigen Symposium der führenden Lehrstühle für Stadtplanung.
      Was die führenden Lehrstuhlinhaber, Stadtentwickler, Architekten, Landschaftplaner usw. des Landes, die nicht in Profit-Mafia der Investoren verwickelten sind, den zurückgebliebenen Plettenberg Städtenräten zu sagen haben, konnten am 23.1.2012 auf dem Düsseldorfer Symposion des Denkwerkszukunft gehört werden: „Lebenswerte Städte unter Bedingungen sinkenden materielle Wohlstands - Herausforderungen und Maßnahmen“
      Lesen Sie sich da insbesondere mal die Punkt 3 und 5 durch und berichten Sie das ihren Spezeln aus dem Rat, aber die lesen hier sowieso alle mit roten Ohren mit.
      Die Plettenberger Administratoren meinen ja immer sie seien weit voraus, aber sie hinken dem aktuellen Forschungsstand mit ihren Plänen mindestens zehn Jahre, wenn nicht mehr Jahre hinterher (deshalb der Ochsenschwanzpreis). Oder war jemand von der Stadt Plettenberg auf dem Düsseldorfer Symposium? Ich glaube kaum. Fragen Sie mal.

      PPs.: Diese Aussitztouren haben ja auch schon bei der bei der Plettenberger Adminsitration festgestellt, nämlich die NPD. Nun will man nicht unbedingt und wirklich mit der NPD paktieren (aber noch ist sie ja nicht verboten), doch eines Tages bringt dieser Bm und Stadtrat selbst das noch fertig. Er treibt nicht gefestigte Bürger in die Arme von Extremisten, weil er selbst extremistisch in seiner Bürgerabwertung und Bürgerverachtung reagiert, das muss man sich mal vorstellen. Das erinnert alles sehr an die Endzeitstimmung Ende der zwanziger Jahre am Anfang vom Ende der Weimarer Republik , „Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten “, aber die anderen Parteien sind im Plettenberger Rat leider auch keinen Deut besser.